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T-Online: Inhalte werden kostenpflichtig

14.03.2001 | 11:47 Uhr |

Mit neuen Inhalten will der T-Online wieder in die schwarzen Zahlen. Ab kommendem Jahr sollen Kunden für spezielle Angebote extra zur Kasse gebeten werden. Die Telekom-Tochter will so das reine Providergeschäft, das immer weniger lukrativ wird, weiter entwickeln.

Mit neuen Inhalten will der T-Online wieder in die schwarzen Zahlen. Ab kommendem Jahr sollen Kunden für spezielle Angebote extra zur Kasse gebeten werden. Die Telekom-Tochter will so das reine Providergeschäft, das immer weniger lukrativ wird, weiter entwickeln.

30 Prozent des Umsatzes soll 2004 das Portal-Geschäft über Werbung, elektronischen Handel und Gebühren für bestimmte Inhalte bringen - einen ähnlichen Anteil wie beim Konkurrenten AOL derzeit in den USA. Eine exklusive Inhalte-Partnerschaft, etwa mit der Kirch-Gruppe, sei jedoch nicht geplant, erläuterte der neuen Vorstandschef Thomas Holtrop in Berlin.

Neue Einnahmequellen will Europas größter Internet-Provider vor allem durch eine Ausweitung des E-Commerce-Angebots und der Exklusivinhalte bei Nachrichten, Reise, Wirtschaftsinformationen und Unterhaltung erschließen. In den kommenden Wochen rechne er zudem mit der Entscheidung der Kartellbehörden zum gemeinsamen Reiseportal mit den Veranstaltern TUI und C & N, sagte Holtrop. Das Unternehmen wolle intern Programm- und Formatkompetenz aufbauen, auch mit Blick auf das kommende Internetgeschäft über Handy und Fernsehen.

Als Kostprobe können T-Online-Kunden ab Mai Popsänger Sasha, Teeniegruppe Echt und Altstar Udo Lindenberg mehrere Stunden am Tag im Internet begleiten - "Follow your stars" heißt das Programm, für das T-Online nach Angaben von Marketing-Vorstand Burkhard Graßmann einen sechs- bis siebenstelligen Betrag bezahle.

Von einer Krise des Unternehmens, aus dem im vergangenen Jahr ein großer Teil der Vorstandsmannschaft ausgeschieden war und dessen Aktienkurs rapide nach unten gefallen sind, wollte Holtrop nichts wissen. Der Markt sei schwierig, "aber wir sind bestens gerüstet". (PC-WELT, 14.03.2001, dpa/ ml)

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