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T-Online: Hoher Verlust

Der Börsengang hat T-Online kräftig in die Verlustzone gedrückt. Während der Umsatz im ersten Quartal um 42 Prozent in die Höhe sprang, verbuchte T-Online wegen der Kosten für den Schritt an die Börse einen Verlust von fast 22 Millionen Euro.

Der Börsengang vor einem Monat hat den deutschen Internet-Marktführer T-Online kräftig in die Verlustzone gedrückt. Während der Umsatz im ersten Quartal um 42 Prozent auf 174 Millionen Euro in die Höhe sprang, verbuchte die Telekom-Tochter wegen der Kosten für den Schritt an die Börse einen Verlust von fast 22 Millionen Euro.

Bei den Teilnehmerzahlen und Nutzungszeiten rechnet das Unternehmen aber weiterhin mit starkem Wachstum. T-Online-Chef Wolfgang Keuntje und der Telekom-Vorstandsvorsitzende Ron Sommer hatten schon zum Börsengang Mitte April die Anleger auf ein "negatives Ergebnis" zum Jahresbeginn eingestimmt. Kundenwachstum sei wichtiger als Gewinne, hatte Keuntje betont. Sommer sprach von Verlusten, "über die man sich freuen kann".

In der Tat kann T-Online im Zeitraum Januar bis März weiterhin über einen rasanten Kundenzulauf berichten. Die Zahl der Teilnehmer stieg gegenüber dem Jahresende um 19 Prozent auf 4,9 Millionen. Binnen Jahresfrist entspricht dies einem Zuwachs von 64 Prozent. Einschließlich der Neuerwerbung "Club Internet" kam T-Online Ende März auf 5,3 Millionen Kunden.(PC-WELT, 20.05.2000, dpa/ tro)

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