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T-Online-Chef verteidigt Verschmelzung mit Telekom

Der Vorstandschef von T-Online, Rainer Beaujean, hat die umstrittene Verschmelzung mit der Deutschen Telekom verteidigt.

Der Vorstandschef von T-Online , Rainer Beaujean, hat die umstrittene Verschmelzung mit der Deutschen Telekom verteidigt. Es gebe immer mehr Überschneidungen zwischen den Geschäftsmodellen von Festnetzbetreibern und Internetanbietern, sagte der Vorstandsvorsitzende am Donnerstag auf der Hauptversammlung in Hannover. "Aus diesen Beobachtungen heraus sind wir im Vorstand der T-Online ebenso wie die Vorstände der Deutschen Telekom überzeugt, dass eine integrierte Strategie für beide Unternehmen erhebliche Vorteile bringt.

Die Deutsche Telekom will T-Online vollständig erwerben und mit seiner Festnetzsparte T-Com fusionieren. Dadurch will Telekom-Chef Kai-Uwe Ricke die Umsatzrückgänge im Festnetzgeschäft ausgleichen und sein Unternehmen stärker auf die Bedürfnisse der Kunden ausrichten. Bereits auf der Hauptversammlung der Telekom am Dienstag hatten Aktionäre Kritik an der Fusion geübt, da ihrer Ansicht nach das Umtauschverhältnis zu niedrig ist. Anders als bei T-Online war die Zustimmung der Telekom-Aktionäre nicht erforderlich. Beaujean bat seine Anteilseigener, auf dem Aktionärstreffen dem "Zusammenschluss mit der Deutschen Telekom zuzustimmen".

Der Bonner Konzern bietet den Anlegern, die Papiere im Verhältnis 1 T-Online-Aktie für 0,52 T-Aktien einzutauschen. Damit ist die T-Online-Aktie gerade einmal 8 Euro wert. Das ist weniger als ein Drittel des Preises (27 Euro), den die Anleger seinerzeit beim Börsengang für eine T-Online-Aktie auf den Tisch gelegt hatten. Die Telekom hält bereits mehr als 90 Prozent der T-Online-Anteile.

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