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T-Online-Aktien: Altkunden bevorzugt

T-Online- Kunden, die bis zum 23. März Mitglied geworden sind, können mit Vorteilen bei der Aktienvergabe rechnen. Darauf haben sich die Rivalen T-Online und AOL geeinigt. Die umstrittene Fragebogenaktion, mit der T-Online auch Neukunden mit Aktienoptionen zu locken versuchte, wird dagegen eingestellt.

T-Online und AOL haben sich außergerichtlich darauf geeinigt, dass T-Online die Werbung für die Bevorzugung der eigenen Kunden sowie den umstrittenen Fragebogen einstellt. Dafür können die T-Online-Kunden, die bis zum 23. März Mitglied geworden sind, mit Vorteilen bei der Aktienvergabe rechnen.

AOL hatte sich über die Fragebogenaktion von T-Online beschwert. Sie sei eine Methode, um neue Kunden zu gewinnen, so der T-Online-Rivale. In Branchenkreisen wird auch vermutet, dass die Neuanmeldungen bei AOL seit Beginn der T-Online-Aktion leicht zurückgegangen sind.

Mit der Einigung sind AOL und T-Online einer Gerichtsverhandlung aus dem Weg gegangen. Das Landgericht Düsseldorf hatte die Werbeaktion am vergangenen Mittwoch mit einer Einstweiligen Verfügung gestoppt.

Die Preisspanne für T-Online-Aktien soll am ersten Tag der Zeichnungsfrist am Montag, den 3. April, bekannt gegeben werden. Die Frist läuft bis zum 12. April. Die Telekom will rund 100 Millionen Aktien an den Markt bringen - das sind etwa zehn Prozent des Grundkapitals. Zum Preis der Aktie äußerte sie sich bislang nicht. In der Branche wird ein Betrag von 30 bis 35 Euro je Aktie genannt. Laut Telekom-Chef Ron Sommer werden solche Details erst nächste Woche veröffentlicht werden. Zu Gerüchten, nach denen die T-Online-Aktie am Neuen Markt der Frankfurter Börse notiert werde, wollte sich Sommer nicht äußern. (PC-WELT, 28.03.2000, dpa/ sp)

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