248535

Apples App Store verkauft 60 Millionen Programme

Apple-Chef Steve Jobs hat jetzt auch erkannt, dass Software für Mobiltelefone immer wichtiger wird. Die im App Store angebotene Software wurde seit dem Start der Downloadplattform über 60 Millionen Mal heruntergeladen und seinen Entwicklern 21 Millionen Eur beschehrt.

Was Nokia schon längst erkannt hatte und mit Download-Angeboten wie Mosh bedient, das hat jetzt auch Apple verstanden: Software für Mobiltelefone wird immer wichtiger. In einem Interview mit der Tageszeitung Wall Street Journal berichtete der Vorstandsvorsitzende Steve Jobs, dass seit ihrer Eröffnung im Juli mehr als 60 Millionen Mal Software von Apples Downloadplattform App Store heruntergeladen wurde. "Während meiner Karriere habe ich noch nie soetwas bei Software gesehen", wird Jobs von der Zeitung zitiert. In Zukunft werde Software das Unterscheidungmerkmal in der Welt der Mobiltelefone sein.

Allein in der ersten Woche luden die Kunden rund 10 Millionen Mal etwas aus dem App Store. Eine der erfolgreichsten Applikationen ist Segas Super Monkeyball. Es kostet 10 Dollar und verkaufte sich in 20 Tagen mehr als 300.000 Mal. Für Apple entwickeln sich die Programme zu einem guten Geschäft. Der App Store generiere durchschnittlich 1 Million US-Dollar pro Tag, sagt Jobs. Die Programmentwickler konnten seit dem Start 21 Millionen Dollar auf ihren Konten verbuchen, 9 Millionen davon gingen an die zehn erfolgreichsten Programmierer. Bei einem Anteil von 30 Prozent an jedem Verkauf, nahm Apple ebenfalls 9 Millionen Euro ein. Der Apple-Chef rechnet bald mit 500 Millionen Dollar Umsatz, sogar eine Milliarde sei denkbar.

Ob es jedoch wirklich soweit kommt, darf bezweifelt werden. Den Untersuchungen von Pinch Media zufolge ist die Zahl der Downloads von kostenloser Software etwa zehnmal so hoch wie der von kostenpflichtigen Programmen. Das von dem Unternehmen entwickelte Analyse-Tool für den App Store zeigt auch, dass die Verkaufswelle langsam abflacht. Das Unternehmen gibt aber zu, dass ihre Zahlen mit einem Fehler behaftet sein könnten, weil nur rund 20 Prozent der Entwickler ihre Software bislang nutzen.

Der Erfolg des App-Stores bleibt nicht unbeobachtet. Auch T-Mobile USA wird ab Herbst eine ähnliche Download-Plattform anbieten. Das berichtet das Technik-Blog mocoNews.net. Im Gegensatz zu Apple wird der Netzbetreiber alle Handy-Systeme unterstützen, von Java über Windows Mobile und Sidekick bis hin zum demnächst erscheinenden Android-System. Die Verkaufsbedingungen sollen ähnlich großzügig sein, wie bei Apples Online-Angebot. Details zur Zertifizierung und kostenlosen Anwendungen sind noch unklar.

Die Plattform klingt sehr nach einer amerikanischen Version des deutschen Telekom-Angebots Softwareload. Der Konzern hatte am 8. August bekannt gegeben, dass sein Handysoftware-Angebot jetzt für alle Mobiltelefonbesitzer geöffnet wurde. Das Sortiment umfasst über 12.000 kostenlose und kostenpflichtige Anwendungen für führende Betriebssysteme

powered by AreaMobile

0 Kommentare zu diesem Artikel
248535