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T-Mobile überträgt Fussball-WM via UMTS für den Kick unterwegs

13.05.2006 | 00:57 Uhr |

Am 16. Mai startet T-Mobile sein Handy-TV zur Fussball WM 2006. Mit dem Handy können hier 20 WM-Spiele live verfolgt werden. Geplant ist die Übertragung aller Spiele der deutschen Elf, ausgewählter Viertelfinalspiele und aller Spiele ab dem Halbfinale.

Am 16. Mai startet T-Mobile sein Handy-TV zur Fussball WM 2006. Mit dem Handy können hier 20 WM-Spiele live verfolgt werden. Geplant ist die Übertragung aller Spiele der deutschen Elf, ausgewählter Viertelfinalspiele und aller Spiele ab dem Halbfinale.

Bereits ab dem 16. Mai sind auf dem Fernsehkanal fürs Handy die neuesten Nachrichten aus den Trainingslagern, Hintergrundberichte zu Teams, Gespräche und Analysen der Spiele der WM 2002 mit Blick auf die Neuauflagen in 2006 sowie eine originelle Fußball-Comedy zu sehen. Der Kanal wird von T-Mobile in Kooperation mit Premiere angeboten. Nach dem Anpfiff am 9. Juni werden hier zu allen Spielen bereits kurz nach dem Abpfiff Zusammenfassungen, Analysen, Interviews und Einschätzungen in einem 15-minütigen Fernsehformat zu sehen sein.

Für den MobileTV-Dienst berechnet T-Mobile einen Monats- beziehungsweise Tagespreis. Die Monatspauschale ermöglicht zum Preis von 7,50 Euro die unbegrenzte Nutzung des MobileTV-Angebots für einen Monat; der Zugang für 24 Stunden kostet 2,00 Euro. Es entstehen keine zusätzlichen Kosten für den Datentransport der Streams. Im Relax XL-Tarif ist die Nutzung von MobileTV bereits enthalten. Voraussetzungen für die Nutzung sind ein UMTS-fähiges Handy und der Aufenthalt in einer UMTS-versorgten Region.

Ob T-Mobile mit diesem Angebot erfolgreich sein wird, bleibt abzuwarten. Nach einer von TNS Infratest kürzlich durchgeführten Studie ist das Interesse an Handy-TV in Deutschland noch relativ gering ( AreaMobile berichtete ). Das Problem ist aber nicht das Desinteresse des Endverbrauchers, sondern vielmehr ein mangelndes Angebot, das in Verbindung mit technischen Problemen zu einer geringen Attraktivität des mobilen Fernsehen geführt hat.

Auch wenn das MobileTV Angebot von T-Mobile auf den ersten Blick wie eine Erfolgsmeldung klingt, so ist es bei genauerer Betrachtung eine Demonstration für das Scheitern selbst gesteckter Ziele. Erinnern wir uns: Noch vor einem Jahr kündigte T-Mobile an, die Fussball WM 2006 via DVB-H (Digital Video Broadcasting for Handhelds) zu übertragen ( AreaMobile berichtete ). DVB-H und DMB (Digital Media Broadcasting) - nicht UMTS - werden die zukünftigen Standards des Mobilen Fernsehens sein. Im Gegensatz zu UMTS gelangen diese Übertragungstechniken auch bei starker Kundennachfrage nicht an Kapazitätsgrenzen und garantieren jedem Zuschauer stets eine hohe digitale Bild- und Tonqualität. Diese Standards, die sich in anderen Ländern wie etwa Japan schon durchgesetzt haben, werden sich auch in Deutschland etablieren - nach der WM.

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