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T-Mobile hat sie alle: Die Handys für 2006

Nach HSDPA und neuen Tarifen präsentiert T-Mobile jetzt seine Endgerätepalette fürs erste Halbjahr 2006. Neben vielen UMTS-Handys sind auch zwei Datenkarten und 3 Smartphones - teilweise mit HSDPA-Connectivity - mit von der Partie.

Dass der größte deutsche Netzbetreiber T-Mobile Vorreiter auf dem Markt für mobile Highspeed-Verbindungen sein will, gab das Unternehmen bereits zur CeBIT des vergangenen Jahres bekannt. Seit Anfang des Jahres läuft der Ausbau der drahtlosen HSDPA-Verbindungen, die auf UMTS-Technologie basieren und bereits in der ersten Ausbauphase mit Übertragungsraten von über 1,8MBit/s viele DSL-Leitungen überflüssig machen will. Die Hersteller sind nicht zögerlich, neue Handys anzukündigen, die von der neuen Freiheit profitieren können; heute sagte T-Mobile erstmals, welche Hersteller das Rennen gemacht haben und 2006 im Portfolio des Telekommunikationskonzerns auftauchen werden.

Erstaunlich oft liest man den Namen Benq-Siemens: Neben dem HSDPA-fähigen EF91 mit 3-Megapixelkamera, das auf der 3GSM-World seinen Einstand feierte, wird auch der RAZR V3x-Konkurrent EF81 und das erst jetzt angekündigte neue Slider-Handy EL71 in den T-Punkten erhältlich sein. Letztgenanntes ist zwar nicht in 3G-Netzen heimisch, wird aber zu T-Mobiles Vorzeigeprodukt der Mittelklasse, denn der Netzbetreiber hat endgültig bestätigt, dass er seine bestehende GSM-Infrastruktur EDGE-fähig machen will. Das EL71 wird wie seine Gebrüder EF81 und S68 aus Metall gefertigt und weist einen außerordentlich schlanken Formfaktor auf: gerade einmal 16,8mm ist der Slider dick.

EDGE, ein in Deutschland bislang kaum beachteter Standard, schwebt zwischen der zweiten und dritten Mobilfunkgeneration und ermöglicht über 200kBit/s im Downstream. Das ist zwar nicht schnell genug für ansprechende Videotelefonate oder reibungsloses Videostreaming, aber geradezu prädestiniert für mobile Musikdownloads auf die Lifestyle-Geräte der Mittelklasse.

Weitere EDGE-fähige Geräte, die T-Mobile bis zur Jahresmitte in den Handel bringen wird, sind Sony Ericssons handliches Walkman-Handy W810i samt 512MB Memory Stick und Motorolas RAZR V3i im Ultraslim-Design mit Transflash-Speicherkarte. Der Einsteiger- und Lifestylebereich wird von Benq-Siemens neuem Slider EL71 und LGs schickem, an Motorolas PEBL angelehnten Folder KG225 bereichert. Auch der Quadband-Folder Nokia 6131 mit praktischer buttonbasierter Öffnungsmechanik wird ab Sommer 2006 bei T-Mobile erhältlich sein.

Doch der Fokus liegt beim Riesen in Magenta definitiv auf dem Stichwort 3G. Nicht nur Nokias UMTS-Slider 6280 mit 2-Megapixelkamera und QVGA-Display soll in den nächsten Wochen die Regale füllen, sondern auch das neue 6233 (der UMTS-Nachfahre des beliebten 6230) und Sony Ericssons K600i-Derivat K608i wird spätestens ab Sommer verfügbar sein.

Auch bei Samsung hat T-Mobile eingekauft, konnte aber offenbar noch ein paar Extrawünsche äußern. Das SGH-Z350 wurde bei T-Mobile zu SGH-Z400 umgetauft, funktional aufgewertet und soll im Juni 2006 erscheinen. Das Slider-Handy in D600-Optik verfügt über EDGE- und UMTS-Connectivity und eine 2-Megapixelkamera.

Für den gehobenen Business-Bereich kommen ebenfalls neue Endgeräte auf den Markt. T-Mobile wäre nicht Marktführer, wenn sie ihre MDA-Produktlinie nicht zeitnah mit neuester Connectivity ausstatten würden. Der erst Ende 2005 eingeführte MDA Vario (HTC wizard) wird von T-Mobile ebenfalls mit HSDPA ausgerüstet und unter dem Namen MDA Vario II erscheinen. Ergänzt wird das Business-Portfolio um den neuesten Blackberry 8700g sowie Nokias E-Series-Gerät E61 , das über ein extrem großes Display, eine großzügige QWERTZ-Tastatur und WLAN-Connectivity sowie über Nokias neueste Generation des S60-Systems samt Komfortbrowser verfügt.

Wer die mobile Freiheit ausschließlich mit seinem Notebook nutzen will, bekommt ab Sommer 2006 zwei HSDPA-fähige PCMCIA-Karten angeboten, die sich insbesondere in ihrer Bauweise voneinander unterscheiden. Die web'n'walk Card compact versteht sich neben HSDPA auf alle derzeit in Europa genutzten Mobilfunkdatenprotokolle wie UMTS, GPRS und EDGE.

Sie ist in extrem platzsparender Bauweise ausgeführt und verschwindet fast zur Gänze im Kartenslot des Notebooks. Über eine ausklappbare Antenne hält die Karte Kontakt zu den Basisstationen. Die web'n'walk Card WLAN fällt etwas größer aus und verfügt über WiFi-Connectivity, um sich mit öffentlichen Hotspots oder Heimnetzwerken zu verbinden. Die WLAN-Karte soll in Verbindung mit einem DataConnect Exclusive-Vertrag bereits für einen Euro zu haben sein.

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