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Verizon Wireless übernimmt Alltel

Der US-Netzbetreiber Verizon Wireless kauft für 28,1 Milliarden Dollar den Konkurrenten Alltel. Mit mehr als 80 Millionen Kunden wird er der größte Mobilfunkanbieter des Landes. Die Übernahme setzt vor allem T-Mobile USA unter Druck: Die Telekom-Tochter hatte ebenfalls geplant, durch Zukäufe schneller zu wachsen.

Verizon Wireless, bislang der zweitgrößte Netzbetreiber in den USA hinter AT&T, übernimmt den Konkurrenten Alltel und wird der größte Anbieter des Landes. Am Donnerstagabend bestätigte Verizon Wireless damit die Medienberichte und erklärte die Verhandlungen mit Alltel, bisher der fünftgrößte Anbieter hinter T-Mobile, für abgeschlossen. Die Transaktion hat ein Finanzvolumen von 28,1 Milliarden Dollar, der Wert errechnet sich aus dem Kaufpreis von 5,9 Milliarden Dollar und Verbindlichkeiten in Höhe von 22,2 Milliarden Dollar.

Zusammen mit den 13,2 Millionen Alltel-Kunden betreut Verizon Wireless mehr als 80 Millionen Teilnehmer in seinem Mobilfunknetz und zieht damit an AT&T mit 71,4 Millionen Kunden vorbei an die Spitze. Erst im letzten Jahr war Alltel von dem Finanzinvestor TPG und dem Bankhaus Goldman Sachs für rund 27,5 Milliarden US-Dollar übernommen worden, musste im Zuge der Kreditkrise aber wieder veräußert werden.

Die Alltel-Übernahme ermöglicht Verizon Wireless ein Einsparpotenzial in Höhe von 5 Milliarden Dollar in den nächsten zwei Jahren. Die Ersparnis resultiert aus Kostensenkungen in der Verwaltung und dem Wegfall von Terminierungsentgelten, die Netzbetreiber für Telefonate in Fremdnetze an die Konkurrenz zahlen müssen. Das Geschäft soll bis Ende 2008 abgeschlossen sein, die Zustimmung der Kartellbehörden steht noch aus.

Die Übernahme könnte die Wachstumspläne der Deutschen Telekom in den USA gefährden. Im April wurde berichtet, der Bonner Konzern denke über den Kauf des drittplatzierten Anbieters Sprint Nextel nach. Bei der Partnerwahl gibt es jedoch Probleme: Die Telekom-Tochter verwendet den in weiten Teilen der Welt eingesetzten GSM-Standard, Sprint Nextel setzt dagegen auf CDMA. Nach Meinung von Analysten passen die beiden Unternehmen deshalb nicht zusammen.

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