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Miese Zahlen im Ausland

Gestern war ein schwarzer Tag für T-Mobile. Erst musste der deutsche Netzbetreiber schlechte Geschäftszahlen für seine Auslandstöchter verkünden und dann fiel auch noch das deutsche Mobilfunknetz für Telefonate aus.

Die Ursache für den Ausfall war ein Softwarefehler im sogenannten Home Location Register (HLR). Schon am Vormittag hatte T-Mobile peinliche Eingeständnisse machen müssen. Das europäische Mobilfunkgeschäft verzeichnete, ohne die neue griechische Tochterfirma OTE, einen Umsatzrückgang um 400 Millionen Euro. Der Mutterkonzern Deutsche Telekom gab deswegen eine Gewinnwarnung heraus.

Vor allem in den USA, Großbritannien und Polen werden die Umsätze von T-Mobile durch die schlechte Konjunktur beeinträchtigt, beispielsweise durch geringere Roaming-Umsätze, weil die Kunden weniger reisen. Dazu kommen in Großbritannien und Polen drastische Wechselkursveränderungen.

Für die Mobilfunktochter in Großbritannien wird ein außerplanmäßiger Impairment-Test nötig, der Wert des Unternehmens muss also nach unten korrigiert werden. T-Mobile UK erlitt in den vergangenen Monaten erhebliche Umsatzrückgänge durch die Pfund-Abwertung von rund 21 Prozent. Zusätzlich habe die schlechte Konjunktur den Umsatz je Kunde gedrückt.

T-Mobile will nun sparen, wo es nur geht. Dazu gehören in den USA die Nachverhandlung von Interconnection-Entgelten sowie eine Aussetzung von Lohn- und Gehaltssteigerungen. In Großbritannien soll ein neues Management-Team die Tochterfirma neu positionieren und in Polen werden die Ausgaben für die Neukundengewinnung reduziert.

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