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Auch ohne iPhone muss der Kunde zahlen

Kurz nach dem Verkaufsstart war das iPhone 3G in Deutschland ausverkauft. Mindestens zwei Wochen müssen die Kunden von T-Mobile warten, bis sie das Kulthandy in den Händen halten können, vielleich auch noch länger. Den dazugehörigen Vertrag müssen sie aber sofort bezahlen.

Das iPhone 3G ist deutschlandweit ausverkauft und niemand weiß, wann der Exklusivpartner T-Mobile wieder neue Exemplare in seine Läden bekommt. Dennoch verschickt der Netzbetreiber seinen wartenden Neukunden schon mal die dazugehörige SIM-Karte. Das hat allerdings einen Haken: Der Vertrag beginnt mit dem Erhalt der Karte, nicht des Touchscreen-Phones. Die Kunden zahlen also schon den Tarif, obwohl sie das Handy nicht in den Händen halten.

Die Hotline des Mobilfunkanbieters rät den verärgerten Kunden, in diesem Fall die SIM-Karte einfach in einem anderen Handy zu nutzen, bis wieder neue iPhones lieferbar sind. Der Vorschlag ist allerdings absurd und kommt den Nutzer teuer zu stehen: Denn T-Mobile weist in den Fußnoten der Complete-Tarife darauf hin, dass die Inklusivminuten und -SMS sowie der unbegrenzte Internetzugang über das Mobilfunknetz und die WLAN-HotSpots nur bei Nutzung mit dem iPhone gelten.

Werden andere Telefone genutzt, berechnet der Konzern die Preise für die Tarife Relax 50 (Complete S), Relax 100 (Complete M), Relax 200 (Complete L) und Relax 1000 (Complete XL). In den Relax-Verträgen sind allerdings weder die SMS-Pakete noch die Datenmengen inkludiert. Insbesondere das Surfen im Internet und die Nutzung von Push-Mail schlagen dann zu Buche: 9 Cent pro Minute verlangt T-Mobile in der Voreinstellung web'n'walk starter, die Abrechnung erfolgt im Minutentakt.

Wie heise online berichtet, wird T-Mobile den betroffenen Kunden entgegenkommen, eine genaue Regelung gebe es aber noch nicht. Ein Unternehmenssprecher sagte, es seien Gutschriften denkbar. Keinem Kunden sollen durch die Wartezeit auf das iPhone 3G Nachteile entstehen. Wie der Kunde allerdings ein zusätzliches Guthaben in Anspruch nehmen soll, wenn die Tarife doch auf sein Nutzungsverhalten maßgeschneidert sind, ließ das Unternehmen offen.

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