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T-Mobil bringt Internet aufs Handy

Als erster Netzbetreiber in Europa bringt T-Mobile das Internet ohne Einschränkungen aufs Handy.

Als erster Netzbetreiber in Europa bringt T-Mobile das Internet ohne Einschränkungen aufs Handy. Mit dem neuen Angebot unter dem Namen "web'n'walk", das T-Mobile-Kunden ab 1. Juli buchen können, werde die Internetnutzung von unterwegs so selbstverständlich möglich sein wie zu Hause, sagte der Mobilfunkchef der Telekom, René Obermann, am Mittwoch in Bonn. Dabei seien die Seitenaufbauzeiten vergleichbar mit denen des heimischen PC. Die Erfahrungen hätten gezeigt, dass die Kunden mehr wollten als geschlossene Portale mit einer eingeschränkten Seitenauswahl, wie sie bislang angeboten wurden. Ziel sei, bis Ende 2006 für "web'n'walk" eine hohe sechsstellige Kundenzahl zu gewinnen.

Das neue Angebot ist zunächst nur in Deutschland und Österreich verfügbar. Im Laufe des Jahres sollen auch die T-Mobile-Kunden in Großbritannien, den Niederlanden und Tschechien hinzukommen. "Wir ebnen unseren Kunden den Weg ins freie Internet", unterstrich Obermann. Für monatlich 10 Euro bietet T-Mobile ein Datenvolumen von 30 Megabyte. Das reicht aus, um 3000 Mails von unterwegs zu verschicken oder 500 Minuten im Internet zu surfen. Der größte deutsche Mobilfunknetzbetreiber kooperiert dabei mit dem Internet- Suchdienst Google. So wird die Google-Seite als Startseite auf den Handys erscheinen.

Anders als einige Wettbewerber will T-Mobile nach weiteren Angaben von Obermann nicht mit einer Billigmarke an den Start gehen. T-Mobile habe mit seiner eigenen Marke noch Potenzial für den Massenmarkt und werde sich darauf konzentrieren. Fortsetzen werde das Unternehmer ferner seine Politik, die Handy-Subventionen herunterzufahren. Das gelte für allem für Kunden mit vorausbezahlten Karten (Pre-Paid).

T-Mobile liegt mit seinem milliardenschweren Sparprogramm voll im Plan. Seit September vergangenen Jahres seien europaweit 1200 Stellen im Unternehmen abgebaut worden, sagte Obermann. Das gesteckte Ziel, in diesem Jahr 500 Millionen Euro einzusparen, werde aller Voraussicht nach übererfüllt.

Die Telekom-Tochter steht vor allem in Deutschland unter Druck, ihre Ergebnisse zu verbessern und die Marge zu erhöhen. Der stärkste Konkurrent Vodafone D2 rückt den Bonnern beim Kundenwachstum zunehmend auf die Fersen. Im vergangenen Jahr hatte T-Mobile ein Programm aufgesetzt, mit dem 1 Milliarde Euro Kosten bis Ende 2006 eingespart werden sollen.

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