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T-Com will T-DSL weiter ausbauen

03.11.2006 | 14:42 Uhr |

Ein - zumindest kleiner - Hoffnungsschimmer für Anwender, die derzeit nicht an das DSL-Netz der T-Com angeschlossen sind: Das Unternehmen will den Ausbau eigenen Angaben zufolge weiter vorantreiben. Wimax ist hingegen kein Thema mehr bei der Telekom.

Während in den Ballungsgebieten ein DSL-Anschluss oftmals eine Selbstverständlichkeit ist, schleichen viele Anwender in ländlicheren Gebieten noch mit Modem- oder ISDN-Geschwindigkeiten durchs Internet. Doch die Hoffnung stirbt zuletzt, zumindest die T-Com hat nun angekündigt, auch in Zukunft seine Breitbandinfrastruktur über Festnetzanschlüsse weiter ausbauen zu wollen.

Momentan sei T-DSL bereits für 92,6 Prozent aller Anschlusskunden der T-Com verfügbar, so das Unternehmen. Im Vergleich zum Vorjahr ein Anstieg um 1,6 Prozent. Im Regelfall stünden dabei allen Kunden Geschwindigkeiten von 1 bis 16 Mbit/s zur Verfügung. Neue Kunden will sich das Unternehmen durch die Nutzung der T-DSL-Variante "55 dB" erschließen. Diese Anschlüsse mit einer Leitungsdämpfung von 55 dB könnten der T-Com bis zu 200.000 neue Kunden bescheren, die dann allerdings mit Geschwindigkeiten von 384 Kilobit/s vorlieb nehmen müssten.

Eine Absage hat das Unternehmen der Wimax-Technologie erteilt. Ursprünglich verfolgte das Unternehmen zwei Geschäftsideen. Zum einen hätte Wimax als fester Internetzugang in Gebieten zum Einsatz kommen können, die bislang nicht mit T-DSL versorgt sind und zum anderen wäre die Errichtung von so genannten "Hot Zones" denkbar gewesen. Dabei hätte es sich um zusätzliche, ortsgebundene Internetzugänge auf Wimax-Basis in Gebieten gehandelt, die mit T-DSL versorgt sind. Die T-Com hat die Technik eigenen Angaben zufolge intensiv erprobt, ist aber auf Grund einer Wirtschaftlichkeitsbetrachtung und der Analyse der Regeln zur Frequenzvergabe im 3,5-GHz-Bereich zu dem Ergebnis gekommen, nicht an der Frequenzversteigerung teilzunehmen.

Für den weiteren Ausbau des T-DSL-Netzes setzt die T-Com auch auf die Zusammenarbeit mit Gemeinden und Kommunen. Auf diese Weise sollen bislang nicht erschlossene Gebiete fit für DSL gemacht werden. Möglich werde dies durch die "Verteilung der Investitionsrisiken", so die T-Com, was nicht anderes bedeutet, als das bislang wirtschaftlich unrentable Gebiete nur dann ausgebaut werden, wenn sich der Gemeinde- oder Kommunensäckel öffnet.

Auch ADSL2+ ist weiterhin ein Thema für die T-Com. Ziel sei es, mehr als 60 Prozent der Anschlusskunden Geschwindigkeiten von bis zu 16 Mbit/s per ADSL2+ zu ermöglichen.

Wie sieht es denn bei Ihnen aus? Haben Sie DSL, oder ist Ihr Gebiet nicht ausgebaut? Nutzen Sie DSL-Light und surfen Sie mit lediglich 384 Kilobit/s, zahlen aber den vollen Preis? Werden Sie immer wieder vertröstet (von welchem Anbieter auch immer)? Oder haben Sie eventuell gar kein Interesse an einem Breitbandanschluss? Diskutieren Sie in unserem Forum zu dieser News.

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