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Systems beendet - Besucherzahl stagniert

Nach ersten Schätzungen kamen zur diesjährigen Systems mehr als 60.000 Besucher und somit in etwa so viele, wie im Vorjahr. Dennoch war die Stimmung der Aussteller positiv.

Zum Abschluss der Computermesse Systems gehen die Veranstalter nach ersten Schätzungen von mehr als 60.000 Besuchern aus. Zwar lägen noch keine genauen Zahlen vor, er sei aber zuversichtlich, dass diese Marke übersprungen werde, sagte der Geschäftsführer der Messe München International, Klaus Dittrich, am Freitag. "Damit bewegt sich die Besucherzahl auf dem Vorjahresniveau." Im vergangenen Jahr hatten die Veranstalter der Messe rund um Computer, Software und Telekommunikation allerdings zunächst von rund 67.000 Besuchern gesprochen, was ein Minus um 5000 gegenüber dem Vorjahr bedeutete. Zum Verlauf der diesjährigen Systems zog Dittrich eine positive Bilanz.

Bei den Ausstellerzahlen hatte die Messe in den vergangenen Jahren eine Schrumpfung durchgemacht. In diesem Jahr zeigten 1260 Firmen und Institutionen aus 23 Ländern neueste Produkte und Lösungen in sechs Hallen auf dem Münchner Messegelände und damit etwas mehr als 2004. Zu den Boom-Zeiten im Jahr 2000 waren es aber noch 3200 Aussteller. Einige Branchengrößen hatten ihren Messeauftritt in den vergangenen Jahren deutlich abgespeckt oder ganz abgesagt, wie Vodafone.

Nach Angaben Dittrichs ist zwar das Interesse aus den Unternehmen an der Messe gestiegen, doch schickten die Firmen durchschnittlich weniger Vertreter auf die Systems. Früher seien ganze IT-Abteilungen gekommen, heute häufig nur noch ein oder zwei Mitarbeiter. Wichtiger als die absolute Besucherzahl sei aber die Zufriedenheit mit der Messeteilnahme. "Unsere Aussteller konnten zum Teil hochvolumige Geschäftsabschlüsse tätigen und qualifizierte Kontakte zu Kaufinteressenten aufbauen. Die Stimmung in den Messehallen war von Optimismus geprägt." Die Systems habe sich als Messe für den Mittelstand etabliert.

Der Branchenverband Bitkom erklärte auf Basis einer Kurzumfrage bei Ausstellern: "Bei den Gesprächen an den Ständen zeigten die Besucher eine weiter steigende Investitionsbereitschaft." Die hohe Qualität der Gespräche lasse ein gutes Nachmessegeschäft erwarten. Neben Hard- und Software-Produkten seien auch Angebote zur Prozessoptimierung bei den Besuchern gefragt gewesen.

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