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IBM-Tools modernisieren Mainframe-Anwendungen

13.11.2007 | 10:58 Uhr |

Im Rahmen der Initiative Mainframe Simplification bringt IBM eine Reihe von Tools, die das Erstellen und Modernisieren von Anwendungen auf "System z"-Großrechnern vereinfachen sollen.

Zu den Kernkomponenten des Angebots gehört der "Rational Developer for System z v7.1". Die Software soll die Entwicklung von CICS-, IMS- und Websphere-Anwendungen vereinfachen, die in Web-Umgebungen und Service-orientierten Architekturen ( SOA ) laufen. Entwicklern bleibe die technische Komplexität von Runtime- und Middleware-Plattformen verborgen, argumentiert IBM. Zugleich gewährleiste das Tool eine plattformübergreifende Anwendungsentwicklung und erleichtere die Interoperabilität mit bestehenden Prozessen und Daten (siehe auch: Der Mainframe – das Maß aller Dinge? ).

Der Integration von System-z-Anwendungen mit modernen Web-orientierten Geschäftsprozessen dienen zwei überarbeitet Compiler: "Enterprise COBOL for z/OS v4.1" und "Enterprise PL/I for z/OS v3.7". Die Tools helfen Unternehmen ferner dabei, Cobol- und PL/I-Anwendungen in Komponenten aufzubrechen. In Richtung Vereinfachung zielt auch die "Rational Business Developer Extension v7.0". Entwickler sollen damit ohne Kenntnisse von Cobol, PL/I oder anderer systemnaher Programmiersprachen Anwendungen erstellen können, die auf unterschiedlichen Plattformen laufen. IBM greift dabei auf seine Enterprise Generation Language (EGL) zurück, eine 4GL-Sprache, deren Ursprünge bis in die 80er Jahre zurückreichen.

Ab Dezember verfügbar ist die "Rational Transformation Workbench v3.1", die häufig auftretende Wissenslücken zwischen Geschäftsprozessen und System-z-Anwendungen schließen soll. Das Tool sammelt und abstrahiert dazu technische und betriebswirtschaftliche Informationen aus unterschiedlichen Quellen (siehe auch: SOA und BPM wachsen zusammen ). Unter dem sperrigen Namen "Software Configuration and Library Manager (SCLM) Advanced Edition for z/OS V1.2" offeriert IBM zudem ein Produkt für das Softwarekonfigurations-Management unter dem Großrechnerbetriebssystem z/OS.

Die Werkzeuge bewirbt IBM als Teil der im Oktober 2006 angekündigten Initiative Mainframe Simplification . Sie soll die etablierten System-z-Mainframes für Administratoren und Entwickler einfacher nutzbar und attraktiver machen. In das auf fünf Jahre angelegte Programm investiert IBM eigenen Angaben zufolge rund 100 Millionen Dollar. Mehr zum Thema Legacy-Modernisierung und Service-orientierte Architekturen finden Sie im SOA-Expertenrat der COMPUTERWOCHE. (wh)

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