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Novell packt IT-Management unter Linux an

27.03.2008 | 13:16 Uhr |

Auf seiner Anwenderkonferenz in den USA hat der Hersteller einen umfassenden Plan für die Verwaltung kompletter IT-Infrastrukturen mit Linux als Plattform vorgestellt.

Die Bereiche Identity Management, IT-Management, Virtualisierung , Compliance und der Suse Linux Enterprise Server laufen bis dato als getrennte Disziplinen. Das Projekt mit dem Codenamen 'Fossa' soll nun die verschiedenen Novell-Produkte enger verbinden. Kunden könnten davon profitieren, indem sie Workloads dynamisch verschiedenen Server-Ressourcen zuweisen, warb Novell auf seiner Anwenderkonferenz Brainshare in Salt Lake City. Dahinter steckt das große Ziel eines agileren Unternehmens, dass seine Server-Kapazitäten erheblich besser auslastet als bisher möglich. Als Anbieter von Infrastruktur-Software sieht sich Novell in diesem Bereich gut aufgestellt.

"Mit dem Fossa-Projekt werden wir die IT-Landschaften grundlegend verändern", rührte Novell-CTO Jeff Jaffe die Werbetrommel. "Fossa ist die nächste Generation der Infrastruktur, die IT-Management und Agilität verbindet." Im Endausbau soll das System beispielsweise automatisch den am besten geeigneten Server für eine Aufgabe identifizieren und die benötigten Daten und Speicherressourcen zuweisen. Dabei ließen sich einzelne Tasks sowohl über physikalische als auch über virtualisierte Server verteilen.

Bisher steht die Infrastruktur indes nur auf dem Papier. Erste Produkte im Rahmen von Fossa sollen im Jahr 2012 auf den Markt kommen. Ähnlich wie bei den diversen Linux-Varianten im Portfolio will Novell bei der Entwicklung auch auf die Open-Source-Community zurückgreifen. Novell werde sich aktiv am Entwicklungsprozess beteiligen, um eine Fragmentierung zu verhindern, erklärte Jaffe. Dazu gehöre auch das Beschreiben einer Roadmap für die diversen Fossa-Komponenten. Dessen ungeachtet sieht der Manager im Segment IT-Management auch Raum für proprietäre Lösungen. Sowohl Novell selbst als auch jeder andere Softwareanbieter könne sich mit Hilfe eigener Erweiterungen im Wettbewerb differenzieren.

Auf der Brainshare gab Novell zudem einen Ausblick auf Suse Linux Enterprise 11, das in der ersten Jahreshälfte 2009 in mehreren Varianten auf den Markt kommen soll. Dazu gehören beispielsweise ein Edge-Server, ein Realtime-Server sowie mehrere Distributionen für Linux auf dem Desktop (siehe auch: Wie gut sind Linux-Desktops? ). Zu den strategischen Ankündigen auf der User-Konferenz zählten auch eine engere Partnerschaft Novells mit SAP und eine Zusammenarbeit mit dem französischen IT-Dienstleister Atos Origin . (wh)

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