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Symbian-Virus Cardblock.A legt Betriebssystem lahm

04.04.2006 | 16:04 Uhr |

Bislang wurden Handy-Viren aufgrund ihrer geringen Schadfunktion und dem sehr eingeschränkten Verbreitungsgrad eher belächelt, obwohl bereits abzusehen war, dass sich hier ein gefährliches Potenzial verbirgt. Mit dem neu aufgetauchten Schädling Cardblock.A scheinen sich diese Befürchtungen nun ansatzweise zu bestätigen: Er befällt das Symbian-Betriebssystem, indem er sich als gecrackte Version des kostenpflichtigen Tools InstantSis tarnt ("instantsis.v2.1 cracked by binzpda.sis") und nach der Aktivierung durch den User die eingelegte MMC-Karte unbrauchbar macht. Diese wird teilweise gelöscht und mit einem zufällig generiertem Passwort gesperrt.



Außerdem ist Cardblock.A in der Lage die Mail-Verzeichnisse und sensible Daten des Betriebssystems anzugreifen. Der Besitzer des befallenen Handys verliert neben dem Zugriff auf sämtliche Anwendungen auch alle empfangenen Nachrichten und die gespeicherten Telefonnummern. Wie das finnische Security-Unternehmen F-Secure berichtet, sind die Modelle mit Symbian OS 7.0 oder älter, wie das Nokia-Handy 6670 , nach einem Neustart wieder fit. Lediglich die Daten auf der Speicherkarte gingen verloren. Härter treffe es Modelle mit Symbian OS 8.1: das Nokia 6630 lasse sich nach der Infektion gar nicht mehr starten, berichtet F-Secure.

Dennoch besteht kein Grund zur Beunruhigung, denn derartige Viren können sich nicht selbst verbreiten und müssen vom Handybenutzer selbst installiert werden. Der beste Schutz ist also noch immer, nur Original-Software von vertrauenswürdigen Quellen aus dem Internet herunterzuladen.

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