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Lässt Sony Ericsson UIQ sterben?

Sony Ericsson wird vermutlich keine weiteren Smartphones mit der Symbian-Oberfläche UIQ auf den Markt bringen. Auf der Symbian Smartphone Show soll ein Vertreter des Herstellers geäußert haben, dass UIQ für Hersteller, Netzbetreiber und Kunden uninteressant sei. Auch die Symbian Foundation ist ein Grund, weshalb Sony Ericsson von UIQ Abschied nimmt.

Von Sony Ericsson wird es vermutlich keine neuen Smartphones mit der Symbian-Oberfläche UIQ geben. Wie die Technik-Website gsmarena.com berichtet, soll der Sony-Ericsson-Mitarbeiter Patrick Olsen auf der Symbian Smartphone Show, die am 21. und 22. Oktober in London stattfand, gesagt haben: "UIQ zieht nicht das Interesse der Netzbetreiber, Hersteller oder Verbraucher an, das notwendig ist, um es vor einem Versagen zu bewahren". Deutliche Worte, die auf ein Ende der Integration der Plattform in Handys von Sony Ericsson hinweisen. Nach Aussage von Olsen scheiterte UIQ, weil es nicht gelang, eine dauerhafte Fangemeinde aufzubauen und fest mit den Netzbetreibern zusammen zu arbeiten.

Damit erklärt sich auch, weshalb Sony Ericsson die UIQ-Smartphones G702 BeiBei und P5 Paris nicht vorgestellt hat. Bereits im Sommer wurde darüber im Internet spekuliert und die US-Zulassungsbehörde FCC hatte das BeiBei sogar schon für den amerikanischen Markt freigegeben.

Ein weiterer Grund, weshalb UIQ keine eigenständige Zukunft hat, ist die Gründung der Symbian Foundation. Im Juni 2008 kündigten Nokia, Sony Ericsson, Motorola und der japanische Netzbetreiber NTT Docomo an, eine einheitliche und offene Symbian-Plattform zu entwickeln . Nokia stellt der Foundation für diesen Zweck Symbian und S60 zur Verfügung, Motorola und Sony Ericsson steuern UIQ bei. Daraus soll eine Plattform mit einem einheitlichen Framework für Benutzeroberflächen entwickelt werden, die den Mitgliedern der Foundation lizenzfrei zur Verfügung steht.

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