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Symantec verklagt Raubkopierer auf Schadenersatz in Millionenhöhe

14.12.2006 | 15:09 Uhr |

Nicht nur die Musik- oder Filmindustrie geht juristisch gegen Raubkopierer vor, auch immer mehr Software-Hersteller verklagen professionelle Händler zum Teil auf Millionensummern - wie nun Symantec in den USA.

Symantec hat in den USA Klage gegen eine Gruppe von Raubkopierern eingereicht, die über ein Netzwerk verschiedenster Tarnfirmen gefälschte Produkte der Sicherheits-Spezialisten verkauft haben sollen. Als Schadenersatz fordert das Unternehmen 15 Millionen US-Dollar.

"Neben dem finanziellen Verlust, der durch diese Aktivitäten entstand, kann gefälschte Software auch die Betriebssysteme der Anwender durch fehlerhaften Code beschädigen oder Sicherheitslücken öffnen", sagt Joseph Fitzgerald, Vizepräsident für Urheberrecht und Deputy General Counsel bei Symantec. Und weiter: "Symantec unternimmt alles, um unsere Kunden und die Sicherheit ihrer Informationen zu schützen und das beinhaltet auch Klagen."

Symantec startete die Untersuchungen gegen das Raubkopierer-Netzwerk bereits im Februar 2004. Parallel nahmen verschiedene Behörden Ermittlungen in diesem Fall auf, die Parteien unterstützten sich dabei und tauschten Ergebnisse aus. Die Ermittlungen führten schließlich zur Sicherstellung von mehr als 100.000 gefälschten Symantec-Produkten. Der Vertrieb soll dabei über acht Firmen erfolgt sein, sieben Verdächtige sind namentlich genannt. Die Raubkopien wurden weltweit angeboten, der Focus lag aber auf den USA und Kanada, so Symantec.

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