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Symantec: Neuer Ansatz bei der Einstufung von Adware und Spyware

04.04.2005 | 14:02 Uhr |

Anbieter von Antivirus- und anderer Sicherheits-Software stehen zunehmend dem Problem gegenüber, wie sie mit Adware und Spyware umgehen sollen

Anbieter von Antivirus- und anderer Sicherheits-Software stehen zunehmend dem Problem gegenüber, wie sie mit Adware und Spyware umgehen sollen. Deren Hersteller verlangen immer häufiger die Entfernung ihrer Programme aus den Datenbanken von Sicherheits-Software und versuchen ihren Forderungen mit juristischen Mitteln Nachdruck zu verleihen. Sie wollen sich offenbar ihr lukratives Geschäftsmodell nicht kaputt machen lassen.

So hat etwa Computer Associates den Druck nachgegeben und alle Claria-Produkte, einschließlich der mit Kazaa installierten Adware "Gator", aus der Datenbank von Pest Patrol entfernt. Dave Cole von Symantec Security Response erklärt, falls die Hersteller von Adware und Spyware auf einer vollständigen Entfernung ihrer Produkte aus den Datenbanken bestünden, bekämen sie mit Symantec ein Problem. Symantec will einen anderen Weg gehen. In zukünftigen Versionen von "Norton Internet Security" soll dem Anwender die Entscheidung überlassen werden, welche als potenziell schädlich erkannten Programme er deinstallieren möchte.

Als Entscheidungshilfe erhält er eine Risikoeinstufung, aus der hervor geht, was die gefundene Software anstellt. Er kann das Programm auch zunächst in Quarantäne stellen und die endgültige Entscheidung zu einem späteren Zeitpunkt fällen. So kann er erstmal feststellen, ob erwünschte Software durch die Deinstallation beeinträchtigt würde. Im Fall einer Bündelung kostenloser Programme mit Adware kann es passieren, dass durch Entfernen der Adware-Komponenten auch der nützliche Teil des Pakets, etwa ein Download-Manager, unbrauchbar wird. Der Benutzer kann die Adware aus der Quarantäne wieder herstellen oder aber nach Alternativen suchen.

Die aus den Enterprise-Produkten "Client Security" und "Network Security" stammende Funktionalität soll zunächst nur in neuen Versionen von Norton Internet Security implementiert werden, die nach Angaben von Antje Weber von Symantec Deutschland im Sommer dieses Jahres zu erwarten sind. Kostenlose Updates für bestehende Programmversionen sind nicht vorgesehen. Auch in die kommende Version von Norton Antivirus sollen diese Änderungen nicht einfließen.

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