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Trojaner Crisis kann auch Smartphones befallen

23.08.2012 | 05:17 Uhr |

Der Trojaner Crisis kann nach Angaben von Symantec sogar virtuelle Maschinen und Smartphones befallen.

Die Antiviren-Spezialisten von Symantec haben sich näher mit dem kürzlich aufgetauchten Trojaner Crisis beschäftigt und dabei weitere Verbreitungsmöglichkeiten ausgemacht. Demnach kann der Schädling nicht nur alle Tastatureingaben überwachen, die Webcam steuern oder Telefonate mit Skype belauschen, sondern auch weitere Module aus dem Internet nachladen.

Damit wird es sogar möglich, die bislang als sicher geltenden Virtual Machines  infizieren, wenn sich Crisis zuvor in den hierfür verwendeten VMWare-Images einnistet. Wird ein neuer Datenträger eingelegt, so kopiert sich Crisis zudem automatisch auf diesen. Somit bekommt der Schädling im schlimmsten Fall auch Zugriff auf angesteckte Mobiltelefone. Hiervon betroffen sind jedoch nur Smartphones mit einer älteren Version von Windows Phone, neue Geräte mit Windows Phone, iOS oder Android können hingegen nicht infiziert werden.

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Die Verbreitung von Crisis sei aktuell noch sehr gering. Symantec geht daher davon aus, dass der Trojaner nur für spezielle Einsatzzwecke wie die Spionage gedacht sei. Vermutlich stammt das Programm aus einer Spionage-Software namens Da Vinci, die von einer italienischen Firma für Regierungszwecke erstellt wurde.

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