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Texteingabe durch ziehen statt drücken

Der Erfinder der T9-Texteingabe, Cliff Kushler, hat eine neue Eingabemethode für Touchscreens vorgestellt. Mit der Swype genannten Technologie drückt man keine Taste, man zieht den Finger über die jeweiligen Buchstaben des Wortes, ohne ihn abzusetzen. Zur Zeit konzentrieren sich die Entwickler auf Windows Mobile.

Cliff Kushler, der Erfinder der T9-Eingabehilfe für mehrfach belegte Handytasten, hat auf der TechCrunch50 eine neue Technik vorgestellt, mit der die Eingabe von Texten auf Touchscreens revolutioniert werden soll. Bei der Swype genannten Texteingabe zieht man den Finger ohne abzusetzen über die entsprechenden Buchstaben, statt wie bisher auf die eingeblendete Volltastatur zu drücken. Mit ihr soll die Eingabe von Worten beschleunigt werden, mehr als 50 Wörter sind pro Minute erreichbar, was der Erfinder in einem Video eindrucksvoll beweist.

Kommt der gleiche Buchstabe mehrmals hintereinander vor, zieht man den Finger mehrmals über die entsprechende Taste, ist ein Wort nicht eindeutig, blendet Swype eine Auswahl an passenden Begriffen an. Das Absetzen des Fingers ersetzt den Druck auf die Leertaste. Swype wird von einem Wörterbuch unterstützt, bei dem die Begriffe mit Bewegungsmustern verknüpft sind. Es dient auch als Rechtschreibkorrektur.

Die Eingabemethode geht auf Forschungen von IBM zurück. Das Unternehmen entwickelte 2004 das Shorthand Aided Rapid Keyboarding (SHARK). SHARK wurde 2005 in ShapeWriter umbenannt und ist mittlerweile als kostenlose Applikation für das iPhone erhältlich. Swype soll in Zukunft auf allen Benutzeroberflächen zu finden sein, die auf einer Eingabe per Touchscreen basieren, von Smartphones über Tablet-PCs bis hin zu öffentlichen Eingabesystemen wie Bank- oder Ticketautomaten. Im Moment konzentrieren sich die Entwickler auf Windows Mobile. Eine Portierung für Symbian oder das iPhone von Apple sei aber angedacht.

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