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Swisscom startet Pilotversuch für Mobiles Fernsehen mit DVB-H

04.04.2006 | 17:10 Uhr |

Der schweizer Telekommunikationskonzern Swisscomm testet derzeit in der Stadt Bern mit rund 100 Testpersonen den digitalen Standard DVB-H für mobiles Fernsehen. Den Testpersonen stehen dabei auf einem Nokia Smartphone 7710 während des dreimonatigen Pilotversuchs rund 26 verschiedene Fernsehkanäle sowie erste interaktive Dienste zur Auswahl. Abhängig von den einzelnen Sendern, werden den Testpersonen zusätzliche interaktive Dienste angeboten.



Im Fokus des Versuchs steht die Tauglichkeit der DVB-H Technologie (Digital Video Broadcasting - Handhelds) und die Klärung noch offener technischer Fragen. Der Standard wurde speziell zur Verbreitung von Rundfunksignalen auf mobile, digitale Handheld-Endgeräte entwickelt. DVB-H ist eine Erweiterung von DVB-T, der Technologie, die bereits heute zur terrestrischen Verbreitung von digitalen Fernsehsignalen eingesetzt wird.

Dieser Test ist der erste technische DVB-H Pilotversuch in der Schweiz. Änliche Versuche wurden bereits von Nokia in Helsinki und Siemens in Berlin durchgeführt. Für das erste Quartal 2006 plant Nokia bereits die Aufnahme des kommerziellen Betriebs von DVB-H in Finnland. Seit September 2005 wird der DVB-H Standard ebenfalls in Italien, Frankreich, Grossbritannien und Spanien getestet.

Neben dem DVB-H Standard existiert noch der von einigen Herstellern und Ländern bevorzugte DMB-Standard . Dieser existiert bereits in Korea, wo ihn rund eine halbe Million Kunden des Netzanbieters SK-Telecom bereits nutzen. Auch in Teilen von Deutschland wird auf den DMB-Standard gesetzt. Die Entscheidung, welcher der beiden Technologien sich in Deutschland durchsetzen wird, ist noch nicht endgültig gefallen, muss jedoch spätestens im ersten Quartal 2006 entschieden werden, da die Fußballweltmeisterschaft auf mobilen Endgeräten live übertragen werden soll.

Mehr Informationen:
» Pilotversuche von DVB-H in Helsinki und Berlin
» Nokia führt DVB-H in Finnland im ersten Quartal 2006 ein
» IFA 2005: DVB-H und DMB im Vergleich

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