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Suse Linux bald im Abseits?

24.11.2006 | 12:50 Uhr |

Die bevorstehende neue General Public License könnte Novell die Verwendung wichtiger Linux-Bestandteile unmöglich machen.

Der Open-Source-Veteran Bruce Perens hat Novell-Chef Ron Hovsepian in einem Brief vor einer offenkundig nicht bedachten möglichen Folge des Friedensvertrags mit Microsoft gewarnt. Über die in dem Abkommen festgelegte exklusive Freisprechung der Suse-Anwender von möglichen Patentverletzungen ist die Free Software Foundation (FSF) äußerst empört. Die FSF will deshalb in der künftigen neuen Version der GPL explizit selektive Rechte ausschließen. Novell müsste die GPL3 nicht akzeptieren, die Änderung hätte aber trotzdem Auswirkungen.

Zwar stimmt Linus Torvalds den aktuellen Diskussionsvorlagen zur GPL3 nicht zu, und deshalb soll der Linux-Kernel weiter unter der GPL2 erscheinen. Zu dem Betriebssystem gehört aber weit mehr, und ein großer Teil davon, beispielsweise die C-Library, kommt von der FSF. Die wird ihren Code unter die GPL3 stellen. Dann könnte Novell ihn nicht mehr für Suse Linux verwenden. Das Unternehmen müsste die fehlenden Betriebssystemteile selbst entwickeln, was ziemlich unrealistisch ist und in jedem Fall dazu führen würde, dass Suse ziemlich alt aussehen würde. (ls)

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