Surfpad ohne Android

WeTab in München präsentiert

Dienstag, 14.09.2010 | 21:51 von Daniel Behrens
Gestern Abend hat der Geschäftsführer der WeTab GmbH erstmals eine fast finale Version des gleichnamigen Tablet-PCs der Öffentlichkeit präsentiert. Hier erfahren Sie alle Details.
WeTab - Vorseriengerät
Vergrößern WeTab - Vorseriengerät
© 2014

Das Surfpad WeTab hat - ohne bisher im Handel verfügbar zu sein - schon für einige Schlagzeilen gesorgt. Angefangen bei negativen Kommentaren nach einer Pressekonferenz mit einem Dummy-Gerät im April, über die Umbenennung - mutmaßlich auf Apples Druck hin - von WePad nach WeTab, bis hin zu immer neuen Terminverschiebungen .

Schon seit einigen Tagen ist bekannt, dass das WeTab nicht auf Ubuntu, Android oder Windows setzt, sondern auf MeeGo . MeeGo ist ein von Intel und Nokia entwickeltes mobiles Betriebssystem, das auf Linux basiert. Gestern Abend konnte ein kleiner Kreis interessierter Technik-Fans in München das WeTab mit installiertem MeeGo erstmals anschauen und ausprobieren - und zwar im Rahmen eines Stammtischs des Computerclubs AUGE .

Bevor es ans Ausprobieren ging, erläuterte Tore Meyer, Geschäftsführer der WeTab GmbH, warum sich das Unternehmen für MeeGo und gegen Android entschieden hat: Zum einen soll das WeTab dadurch eine bessere Leistung und Akku-Laufzeit bringen. Außerdem sei es der Firma wichtig, dass auch Linux-Standard-Applikationen wie OpenOffice auf dem Tablet laufen. Das WeTab soll also softwareseitig eine höhere Flexibilität bieten als iPad und Android-Surfpads.

Für überraschte Gesichter sorgte der Hinweis, dass trotzdem auch Android-Apps auf dem Gerät laufen - eine für den Anwender unsichtbare Emulation macht’s möglich. Auf den offiziellen Google Android Marketplace kann der Benutzer nicht zugreifen. Stattdessen bedient er sich bei alternativen App-Verzeichnissen.

Native MeeGo-Apps erhält der Anwender über den "WeTab Market", der gestern Abend allerdings nicht zugänglich war. Angaben darüber, wie viele Apps zum Start vorhanden sein werden, wollte Meyer nicht machen. Alternativ zu klassischen Apps kann man, wie gesagt, quasi jede Linux-Anwendung installieren. Für Experten gibt es ein Kommandozeilen-Fenster (Shell).

In der folgenden Bildergalerie finden Sie einige Schnappschüsse vom WeTab. Sie entstanden im Anschluss an den abendlichen Computerclub-Stammtisch unter schwierigen Lichtbedingungen. Aufgrund des spiegelnden Displays des WeTab konnten wir keinen Blitz verwenden. Daher bitten wir, die suboptimale Qualität der Aufnahmen zu entschuldigen. Auf der nächsten Seite dieses Beitrags erfahren Sie, welchen ersten Eindruck das WeTab bei uns hinterlassen hat.

Dienstag, 14.09.2010 | 21:51 von Daniel Behrens
Kommentieren Kommentare zu diesem Artikel (0)
576400