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Surfer: Jung und reich

30 Prozent der Bundesbürger zwischen 14 und 69 Jahren nutzen mittlerweile das Internet. Bei den privaten Surfern sind vor allem Online-Spiele und Online-Shopping beliebt. Erotik-Angebote spielen nur eine untergeordnete Rolle.

Das Internet ist in Deutschland wird zum Alltagsmedium. 30 Prozent der Bundesbürger zwischen 14 und 69 Jahren gehen inzwischen mehr oder weniger häufig online. Laut Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) verdoppelte sich die Zahl der Nutzer in den vergangenen sechs Monaten auf 15,9 Millionen - Tendenz steigend. 8,4 Millionen Menschen nutzen das Web von zu Hause aus.

"Explosionsartig" ist die Zahl der Surfer laut GfK vor allem in der Altersgruppe zwischen 14 und 19 Jahren angestiegen. "Teilweise haben die Jugendlichen so viele Mail-Adressen wie wir damals Telefonnummern", so GfK-Geschäftsführer Spohrer. Die Hälfte der Internet-Fans ist zwischen 20 und 39 Jahren alt. Die Zahl der Deutschen über 50 Jahren liegt bei 2,3 Millionen. Enorm hat laut GfK auch der Anteil der Frauen an der Online-Gemeinde zugenommen. Mittlerweile sind 39 Prozent der Internet-Surfer weiblich - vor einem halben Jahr waren es knapp ein Drittel.

Bei der Nutzung verzeichnen den größten Zuwachs Online-Spiele (plus 149 Prozent), Einkaufen (plus 78 Prozent) sowie das Surfen zum Vergnügen (plus 59 Prozent). Erotik-Angebote spielen laut Spohrer eine untergeordnete Rolle. Bei den über das Netz gekaufte Produkten haben Telekommunikationsartikel, Schmuck sowie Hard- und Software am stärksten zugenommen.

Allerdings ist das Internet (noch) ein Oberschichtmedium: Mehr als 50 Prozent der Online-Anwender haben den Analysten zufolge ein monatliches Nettoeinkommen von mindestens 4000 Mark. (PC-WELT, 23.02.2000, sp)

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