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Superrechner von Shell und IBM

12.12.2000 | 16:51 Uhr |

Der Mineralölkonzern Shell und der Computerriese IBM wollen den größten Supercomputer der Welt entwickeln, auf dem das freie Betriebssystem Linux installiert ist. Auf dem Großrechner sollen seismologische Berechnungen für die Erdölförderung laufen, teilte IBM am Dienstag in Paris mit.

Der Mineralölkonzern Shell und der Computerriese IBM wollen den größten Supercomputer der Welt entwickeln, auf dem das freie Betriebssystem Linux installiert ist. Auf dem Großrechner sollen seismologische Berechnungen für die Erdölförderung laufen, teilte IBM am Dienstag in Paris mit.

Der Supercomputer besteht aus 1024 einzelnen Servern, die zu 32 Einheiten montiert werden. Auf allen läuft das Betriebssystem Linux. Auftraggeber ist der Shell-Geschäftsbereich International Exploration & Production. Der Großauftrag zeige, dass Linux "erwachsen" wird, sagte der IBM-Manager Irving Wladawsky Berger, zuständig für Strategie und Technologie.

Linux gilt zwar als das zukunftsorientiertes Betriebssystem, wurde bisher aber nur teilweise für komplexe Anwendungen außerhalb des Internets eingesetzt. Das Betriebssystem wurde von dem finnischen Programmierer Linus Torvalds erfunden. An der Weiterentwicklung von Linux kann sich jeder Interessierte über das Internet beteiligen. Anders als beispielsweise beim Betriebssystem Windows des Konkurrenten Microsoft ist der Code des Programms kein Geheimnis ("open source").

IBM will nach früheren Angaben in den nächsten vier Jahren in Europa 200 Millionen Dollar in so genannte Linux-Zentren investieren. Dort stellt das Unternehmen rund 600 Berater und Spezialisten für Hardware, Software und Service rund um Linux zur Verfügung. (PC-WELT, 12.12.2000, dpa/ pk)

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