Super Wi-Fi

Super-WLAN mit 100 km Reichweite entwickelt

Freitag den 29.07.2011 um 13:50 Uhr

von Christoph Supguth

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Eine neu entwickelte Internet-Übertragungstechnik, das Super-Wi-Fi, hat eine Reichweite von bis zu 100 km und Übertragungsgeschwindigkeiten von bis zu 22 Mpbs. Das Non-Profit-Projekt soll die digitale Infrastruktur vor allem für ländliche Regionen in den USA verbessern. 14 Millionen US-Bürger haben bis heute keinen schnellen Internetzugang.
Die Entwicklung des Super Wi-Fi rückt in greifbare Nähe. Mit bis zu 100 km vervielfacht sich die neue drahtlose Technik um das 1000fache gegenüber der IEEE-Norm 802.11. Zudem sollen Übertragungsgeschwindigkeiten von 22Mpbs erreicht werden. Dafür hat das Institute of Electrical and Electronics Engineers (IEEE) einen neuen Standard definiert. Die IEEE 802.22 Norm nutzt eine Bandbreite, welche nach Wegfall des analogen Fernsehen in den USA frei wurde.

Wann und in welchen Regionen der Vereinigten Staaten die Super-Wi-Fi-Technik zum Einsatz kommt, ist bisher noch nicht klar. Houston ist derzeit der einzige Zugangspunkt, der mit Hilfe von Forschern der Rice University in Houston eingerichtet wurde. Entscheidender Vorteil des Super Wi-Fi ist zum einem die enorme Reichweite. Zudem gelangt das Signal problemlos durch Wände, sagen die Forscher. Microsoft und Google haben bereits ihr Interesse bekunde.

Professoren der Rice University testen die Vorgaben, welche die Federal Communications Commission (FCC), die US-Regulierungsbehörde für Rundfunk und Fernsehen, gestellt haben. Das Non-Profit Projekt wurde angestoßen, da in ländlichen Regionen der USA etwa 14 Millionen Anwohner keine oder nur eine unzureichende Internetverbindung besitzen. Den Wissenschaftlern steht dafür ein Forschungsbudget von 1,8 Millionen US-Dollar zur Verfügung.

Gedämpft wird der Hype um die Super-Wi-Fi-Technik von der National Association of Broadcasters (NAB). Sie fürchtet, die Super-Wi-Fi-Signale könnten TV-Signale überlagern und so die Qualität von Fernsehübertragungen negativ beeinträchtigen.


John Kerry, US-Senator sieht die Impulse, welche aus der Nutzung des niederfrequenten Signals kommen werden, durchwegs positiv. Die Technik sei ein wichtiger Schritt für eine nachhaltige drahtlose Zukunft, die allen zugute kommt, so Kerry. Die Technik werde Arbeitsplätze schaffen und der Wirtschaft und Gesellschaft neue Chance eröffnen. Die Federal Communications Commission (FCC), US-Regulierungsbehörde für Rundfunk und Fernsehen stimmt der positiven Stimmung aus der Politik zu. Sie erwartet Investitionen in Milliardenhöhe für Forschung, Entwicklung und Ausbau der Infrastruktur. Die neue kabellose Technik werde das kabellose Internetzeitalter wesentlich verändern.

Freitag den 29.07.2011 um 13:50 Uhr

von Christoph Supguth

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