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Sunncomm verklagt "Shift"-Trick-Studenten doch nicht

13.10.2003 | 11:28 Uhr |

Sunncomm wird den Princeton-Studenten John Halderman doch nicht verklagen. Ursprünglich hatte Sunncomm eine Klage gegen Halderman angekündigt, weil dieser auf seiner Website beschrieben hatte, wie sich mittels Drücken der "Shift"-Taste die neue Kopierschutztechnik "MediaMax CD3" für Audio-CDs austricksen lässt. In einer Zivilklage wollte Sunncomm den Studenten auf einen Schadensersatz in Millionenhöhe verklagen. Nachdem der Sunncomm-Chef ausgiebig über die ganze Angelegenheit nachgedacht hat, will er Halderman jetzt doch nicht verklagen. Die Presse kritisierte er dafür, sich zu intensiv mit dem Thema auseinandergesetzt zu haben.

Sunncomm wird den Princeton-Studenten John Halderman doch nicht verklagen. Ursprünglich hatte Sunncomm eine Klage gegen Halderman angekündigt, weil dieser auf seiner Website beschrieben hatte, wie sich mittels Drücken der "Shift"-Taste die neue Kopierschutztechnik "MediaMax CD3" für Audio-CDs austricksen lässt. In einer Zivilklage wollte Sunncomm den Studenten auf einen Schadensersatz in Millionenhöhe verklagen. Nachdem der Sunncomm-Chef ausgiebig über die ganze Angelegenheit nachgedacht hat, will er Halderman jetzt doch nicht verklagen. Die Presse kritisierte er dafür, sich zu intensiv mit dem Thema auseinandergesetzt zu haben.

Laut dem US-Nachrichtendienst Cnet hat Peter Jackson, Chef von Sunncomm, eingesehen, dass die Androhung einer Klage gegen Haldermann falsch gewesen sei. Die Langzeitwirkung eines solchen Verfahrens sei nicht absehbar. "Nachdem der erste Feuersturm verklungen ist und ich die Gelegenheit hatte mit anderen Organisationen zu sprechen, habe ich begonnen die Angelegenheit in einem anderen Licht zu sehen", so Jackson.

John Halderman zeigte sich erleichtert und sagte: "Ich bin mir sicher, dass meine Veröffentlichung nicht gegen das (US-Urheberrechtsgesetz) DMCA verstößt, aber ich bin auch froh, dass sie sich entschieden haben, den Fall fallen zu lassen."

Nach der Veröffentlichung des "Shift"-Tricks war der Wert von Sunncomm rapide gesunken. Immerhin wollten bis Ende des Jahres weitere Plattenfirmen den neuen Kopierschutz für ihre Veröffentlichungen einsetzen. Das Unternehmen verlor binnen weniger Tage ungefähr 10 Millionen US-Dollar an Wert. Entsprechend harsch war auch die erste Reaktion von Sunncomm - mit Androhung der Millionenklage.

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