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16-Kerner von Sun noch im Herbst

10.03.2009 | 12:45 Uhr |

Sun will seinen 16-Kern-Prozessor "Rock" für Server noch im Herbst auf den Markt bringen.

John Fowler, Sun Microsystems
Vergrößern John Fowler, Sun Microsystems
© 2014

Mit dem auf Herbst festgelegten Termin ist der Rock inzwischen ein knappes Jahr später als ursprünglich vorgesehen. Der Rock verwendet ein neues Multi-Threaded-Design und bietet doppelt so viele Kerne wie der bisherige CMT-Chip (Chip Multi-Threading) " Ultrasparc T2 ". Im Gegensatz zu diesem primär auf Energieeffizienz getrimmten Prozessor zielt Rock außerdem auf Unternehmens-Server mit datenintensiven Applikationen wie zum Beispiel Datenbanken.

"Der Prozessor befindet sich in einer Reihe von Debug-Stufen", erklärte John Fowler, Hardwarechef von Sun , in einem Interview. "Wir nähern uns dem Release." Auf einen genauen Termin wollte sich Fowler nicht festnageln lassen. Er erklärte aber, Rock werde ab "Herbst" in Servern zu finden sein. Darunter versteht der Amerikaner gemeinhin September bis November.

Rock sollte eigentlich schon 2008 herauskommen. Sun hatte dann aber im letzten Jahr erklärt, es verschiebe die neue CPU auf das zweite Halbjahr 2009. Die ersten der 16-Kern-Chips werden in Midrange-Servern eingesetzt. Sun bietet aktuell mit dem " Sparc Enterprise T5440 " ein T2-System mit vier Sockeln an. Rock werde in einem darüber angesiedelten Server debütieren, so Fowler.

"Das wird nicht unbedingt jemandes Erstkauf werden, aber schön ins Midrange passen, wo viele Unternehmens-Datenbanken und eine Menge Rechenleistung residiert", so der Sun-Mann. Sun hatte schon früher enthüllt, dass die Rechenkerne von Rock mit 2,1 Gigahertz takten werden.

Nun fragt sich nur noch, ob Suns Kunden mitten in der Rezession ihre Geldbörsen für neue Server-Hardware öffnen werden. "Wenn Rock herauskommt, werden Suns Firmenkunden hungrig auf Neues sein", sagt Charles King, Principal Analyst von Pund-IT. "Ob sie aber diese Investition auch tätigen werden, weiß niemand."

Eine weitere Herausforderung für Rock könnten die nötigen Anpassungen für Software sein, damit diese die Vielzahl der Kerne und Threads auf effektiv nutzt. Sun selbst arbeitet hausintern bereits an entsprechenden Optimierungen, beispielsweise für die Datenbank MySQL. "Wir arbeiten daran, dass MySQL auf höhere Kern- und Thread-Anzahlen skaliert", so Fowler. ( Computerwoche /mha)

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