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Sun: Keine Gnade für Microsoft

12.02.2001 | 10:02 Uhr |

Mit dem Regierungsantritt der Regierung Bush verband man bei Microsoft im Stillen die Hoffnung auf eine Einstellung des Kartellverfahrens. Der Chef von Sun sieht das anders.

Mit dem Regierungsantritt der Regierung Bush verband man bei Microsoft im Stillen die Hoffnung auf eine Einstellung des Kartellverfahrens. Doch der Chef von Sun sieht das anders.

Scott McNealy machte in einer Rede deutlich, dass Microsoft ein Monopolist sei und keine Gnade im Kartellverfahren erwarten dürfe. Diese harten Worte fielen bei einem gemeinsamen Mittagessen im National Press Club in Washington. McNealy drängte beim Justiz-Ministerium der Regierung Bush darauf, den Fall energisch weiterzuführen.

An der Fortführung des Verfahrens bestehen mittlerweile keine Zweifel mehr, doch der Boss von Sun wollte vermutlich allen Eventualitäten vorbeugen und jede Möglichkeit für eine Einstellung des Verfahrens im Keim ersticken. McNealy muss die Angelegenheit sehr am Herzen liegen, denn Augenzeugenberichten zufolge soll er mit hochrotem Kopf gesprochen haben.

Bei Microsoft zeigte man sich über dieses Vorpreschen von Sun nicht sonderlich überrascht. Sun hatte den Prozess schon immer unterstützt. Allerdings geht Bill Gates seinerseits von einer baldigen Einstellung des Verfahrens aus (wir berichteten).

Erst vor kurzem hatten sich Sun und Microsoft im Lizenzstreit um Java geeinigt, wobei Sun als Sieger hervorging. Doch Microsoft hatte umgehend mit seiner neuen "Jump to Net"-Initiative gekontert. Man darf gespannt sein, wie das Duell der beiden IT-Giganten weitergeht. (PC-WELT, 11.02.2001, hc)

Microsoft-Verfahren bald eingestellt? (PC-WELT Online, 31.01.2001)

Microsoft sagt Sun Java den Kampf an (PC-WELT Online, 26.01.2001)

Microsoft zahlt an Sun (PC-WELT Online, 24.01.2001)

Microsoft und Sun trotzen Konjunktur (PC-WELT Online, 19.01.2001)

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