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Südkorea bei Galileo mit an Bord

13.01.2006 | 15:21 Uhr |

Vor kurzem ist der erste Testsatellit für das europäische Navigationssystem Galileo ins All gestartet. Dieser Erfolg lockt anscheinend weitere Interessenten an. Denn jetzt will sich auch Südkorea an dem Projekt beteiligen.

Galileo wird noch einige Jahre brauchen, bis es eine funktionsfähige Alternative zum amerikanischen GPS wird. Doch die Zahl der an Galileo beteiligten Staaten wird immer größer. Jüngstes Mitglied der Galileo-Familie ist Südkorea.

Der asiatische Staat ist keineswegs das erste außereuropäische Land, das sich an dem ursprünglichen EU-Projekt beteiligt. So haben beispielsweise auch schon China und Israel ihre Teilnahme am Galileo-Programm erklärt.

Galileo empfiehlt sich als Alternative zu GPS, dem bereits seit einiger Zeit existierenden Navigationssystem der US-Regierung. Anders als GPS handelt es sich bei Galileo um ein ziviles Projekt, bei dem das Militär keine bestimmende Rolle einnehmen soll. Denn die US-Militärs können die Leistungsfähigkeit ihres GPS-Systems reduzieren, wenn ihnen das in bestimmten Situationen erforderlich erscheint.

Sobald Galileo seinen Regelbetrieb aufnimmt, wird es dafür ähnlich wie für GPS Empfangsgeräte geben. Um maximale Satelliten-basierte Navigation zur ermöglichen, wird es dann ohnehin überwiegend Kombi-Geräte geben, die Sendesignale beider Systeme empfangen können. Eine diesbezügliche Vereinbarung zwischen der EU als Galileo-Betreiber und der US-Regierung als GPS-Inhaber zum Zwecke der Kompatibilität beider Systeme untereinander gibt es bereits. Zudem führt die EU zur Zeit Gespräche mit Russland, um deren eigenes, allerdings ziemlich ins Hintertreffen geratenes Navigationssystem Glonass mit Galileo kompatibel zu bekommen.

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