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LG stellt Plasma-Fabrik auf Solarzellen um

21.10.2008 | 15:05 Uhr |

LG Electronics erwartet in den kommenden Jahren eine weiter steigende Nachfrage nach Solarzellen. Entsprechend will das Unternehmen in diesem Bereich investieren. Hierfür weichen soll eine ausrangierte Fabrik für Plasma-Displays.

LG Electronics wird in den kommenden Jahren zwei neue Produktionslinien für Solarzellen errichten. Diese werden in der Gumi-Fabrik in Südkorea entstehen und die bisherigen Produktionsstraßen für Plasma-Displays ersetzen, erklärte LG Electronics am Dienstag. Die Kosten der Umrüstung bezifferte das Unternehmen auf umgerechnet 122 Millionen Euro.

Ersetzt wird dabei die so genannte A1-PDP-Linie, eine der ersten Produktionsstraßen für Plasma-Displays. Die Linie basiert auf veralteter Technik, LG hätte hier also auch ohne die Umstellung grundlegend sanieren beziehungsweise eine neue Linie errichten müssen. Allerdings hat sich der Markt für Plasma-Displays in den letzten Jahren mehr schlecht als recht entwickelt. Einstige technologische Vorsprünge auf die LCD-Technik (beispielsweise die Größe) sind mittlerweile überholt. Zudem verbrauchen LCD-TVs oft weniger Strom, als die Plasma-Konkurrenz, was heutzutage immer mehr zu einem Verkaufsargument wird.

Ganz anders hingegen präsentiert sich der Markt für Solarzellen: So steigt die Nachfrage seit Jahren immer weiter an. Unternehmen und Privathaushalte wenden sich dabei gleichermaßen auf Grund steigender Energiekosten "grünen" Energielösungen zu.

Die neuen Produktionsstraßen sollen jährlich Solarzellen mit einer Gesamtleistung von 120 Megawatt ausstoßen. Die erste Linie soll im ersten Quartal 2010 ihren Betrieb aufnehmen, während die zweite im ersten Quartal 2011 folgen soll.

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