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Sucht-Potenzial von MMOs soll gesenkt werden

08.08.2013 | 05:17 Uhr |

Mehrere Wissenschaftler fordern von Spiele-Entwickler einen geringeren Suchtfaktor in ihren Produktionen, um nicht noch die Politik auf den Plan zu rufen.

PC- und Videospiele machen zu schnell süchtig. Zu dieser Einschätzung kommen Wissenschaftler der Universitäten von Cardiff, Derby und Nottingham Trent. In einem im Addiction Research and Theory veröffentlichten Bericht bescheinigen die Forscher speziell Online-Rollenspielen (MMORPGs) einen besonders hohen Suchtfaktor.

Spiele wie World of Warcraft könnten durch das Fehlen eines finalen Ziels dazu führen, dass Nutzer besonders schnell in die Suchtfalle tappen würden. Zwar würden derartige Produktionen mit Warnhinweisen auf das Gefahrenpotenzial aufmerksam machen, die Autoren des Berichts fordern jedoch darüber hinaus eine strukturelle Umstellung derartiger Spiele, damit Anwender nicht so schnell in die Welt eintauchen würden.

Die mit MMORPGs verbundene Gefahr sei nach Ansicht der Forscher sehr groß. Jeder zehnte Spieler würde bereits Suchtverhalten aufweisen. In extremen Fällen würde 90 Stunden am Stück gespielt.

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Handlungsbedarf bestünde außerdem, da die Politik sich andernfalls schnell dazu gezwungen sehen könnte, derartige Spiele mit einem Zeitlimit zu versehen. Diesbezügliche Einschränkungen gibt es beispielsweise bereits in China.

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