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Bin Ladens Tod bringt Malware-Seiten hervor

03.05.2011 | 15:54 Uhr |

Online-Kriminelle verlieren keine Zeit, wenn es darum geht aktuelle Meldungen zur Verbreitung von Malware auszunutzen. Die Suche nach Bildern und Nachrichten zum Tod Osama Bin Ladens führt häufig zu Malware-Seiten.

Kaum ist die Nachricht um die Welt gegangen, US-Spezialeinheiten hätten Osama Bin Laden aufgespürt und getötet, haben sich Online-Kriminelle daran gemacht Suchmaschinenergebnisse zu diesem Thema zu manipulieren. Wie zuletzt bei der britischen Prinzenhochzeit haben sie massenhaft Web-Seiten ins Netz gestellt, die dazu dienen Malware zu verbreiten.

Wie Fabio Assolini im Kaspersky-Blog berichtet, nutzen sie zum Beispiel Googles Bildersuche für ihre Zwecke. Wer bei Google nach Bildern von Osama Bin Laden sucht, läuft Gefahr auf Seiten zu landen, die Scareware verbreiten. Sein Kollege David Jacoby meldet an gleicher Stelle, dass die üblichen Verdächtigen auch in Facebook auf diesen Zug aufgesprungen sind. Sie verbreiten Links zu angeblichen Videos vom Tod des Top-Terroristen, verbunden mit vorgeblichen Gewinnspielen. Auch via Twitter werden Malware-Links verbreiten, die auf dieses Thema als Köder setzen.

David Marcus meldet im Blog der McAfee-Labs , das Mails Spam-artig verschickt werden, die Bin-Laden-Fotos versprechen. Wer die Links in solchen Mails anklickt, lädt ein Trojanisches Pferd auf seinen PC, das Daten ausspionieren soll.

Im Sophos-Blog berichtet Graham Cluley über Kampagnen in Facebook, die mit einem vorgeblichen Video locken, das die Tötung Bin Ladens zeigen soll: "SHOCKING NEW video of OSAMA BIN LADENS DEATH!!". Wer das vermeintliche Video sehen will und auf den Link klickt, wird genötigt den "Gefällt mir"-Button zu drücken und den Link mit anderen zu teilen. Dadurch breitet sich die Kampagne weiter aus, die letztlich doch wieder nur zu den sattsam bekannten Umfragen führt. Hier werden persönliche Daten abgefragt, mit denen ein schwunghafter Handel getrieben wird. Das versprochene Video bekommt man, wie immer, nicht zu sehen.

Auch eine ganz normale Suche bei Google, Bing und Co nach weiteren Informationen zum Tod des Terroristenführers kann bereits auf den ersten Ergebnisseiten Links zu Malware- und Scareware-Seiten liefern. Bei deutschsprachigen Treffern ist die Wahrscheinlichkeit auf Malware zu stoßen zwar geringer, aber keineswegs gleich Null.

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