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Suchmaschinenkampf in China: Baidu vor Google

15.09.2006 | 14:25 Uhr |

Während in Europa und Nordamerika der Trend, Google für Suchanfragen zu nutzen, ungebrochen ist - trotz des heftigen Wettbewerbs mit MSN und Yahoo ist Google in Sachen Suchanfragen Spitzenreiter - , zeigen sich in China einige Einbrüche bei den Marktanteilen. Dies geht aus einem Bericht des China Internet Network Information Centre (CNNIC) hervor.

Laut einer aktuellen Erhebung des CNNIC nehmen 62,1 Prozent der chinesischen Nutzer den lokalen Dienst Baidu in Anspruch. Für Baidu geht der Marktanteil bei den Suchanfragen damit weiter in die Höhe. Zum Vergleich: 2005 waren es noch 52 Prozent, die den Dienst nutzten.

Ein Teil dieses Wachstums ging auf Kosten von Google. Googles Marktanteile sanken der Erhebung zufolge von 33 Prozent auf 25,3 Prozent. Spannend auch Zahlen zur Markenbekanntheit: Nur 31,9 Prozent der chinesischen Nutzer konnten mit der chinesische Bezeichnung für Google - "Gu Ge" - etwas anfangen, 16,3 Prozent gar nur etwas mit der englischen Bezeichnung.

CNNIC ist eine Organisation, die die Internet-Nutzung in China analysiert. Obwohl die Erhebungen der Organisation gemeinhin als repräsentativ für das chinesische Internet gelten, gibt CNNIC selten etwas über seine Methodik preis. Im vorliegenden Fall zeigt sich die Organisation ein wenig transparenter: Für die Erhebung hat CNNIC eigenen Angaben zufolge 4500 chinesische Internet-Nutzer interviewt. Jeweils 1500 aus Peking, Shanghai und Guangzhou. Und CNNIC behauptet, dass es eine nur 5-prozentige Fehlerqoute gebe.

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