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Suchmaschine verklagt Verisign wegen Site Finder

22.09.2003 | 13:26 Uhr |

Popular Enterprises aus Orlando, Florida, Betreiber der Suchmaschine Netster.com hat Verisign auf 100 Millionen Dollar Schadensersatz verklagt. Hintergrund: Verisign hat letzte Woche mit dem Testlauf eines umstrittenen Services begonnen: Site Finder. Dieser Dienst würde Netster.com Traffic wegnehmen.

Popular Enterprises aus Orlando, Florida, Betreiber der Suchmaschine Netster.com hat Verisign auf 100 Millionen Dollar Schadensersatz verklagt. Dies berichtet unsere Schwesterpublikation Computerwoche .

Verisign betreibt seit einigen Tagen den Internet-Dienst "Site Finder", der Surfern, die eine fehlerhafte oder nicht vergebene Internet-Adresse mit den Endungen .com oder .net eingeben, eine Suchseite sowie eine Liste mit alternativen Links präsentiert. Bisher erhielt der Anwender eine Fehlermeldung von seinem Web-Browser ( wir berichteten ).

Der Kläger wirft dem Unternehmen wettbewerbswidrige Geschäftspraktiken vor. Der Grund: Popular Enterprises bietet neben seiner Search-Engine einen Service namens "Smartbrowse" an, der Anwendern weiterhilft, falls sie eine nicht vergebene URL eintippen. Verisigns Site Finder würde diesem Dienst Traffic wegnehmen.

Von einer normalen Konkurrenzsituation könne aus Sicht des Netster-Betreibers nicht die Rede sein, da Verisign die Domain-Server für .com und .net betreibt und so direkten Zugriff auf den Netzverkehr hat. Der Domain-Dienstleister hat sich bisher nicht zu der Klage geäußert.

Internet-Gemeinde wehrt sich gegen Verisign-Umleitung (PC-WELT Online, 18.09.2003)

Mit Tippfehlern Geld verdienen: Verisign leitet Web-Anfragen um (PC-WELT Online, 17.09.2003)

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