11.08.2012, 13:24

Denise Bergert

Suchmaschine

Neuer Google-Algorithmus straft Copyright-Verletzungen ab

©Google

Websites, die bereits in der Vergangenheit durch Copyright-Verletzungen aufgefallen sind, werden durch einen neuen Algorithmus der Suchmaschine ab sofort abgestraft und in den Ergebnissen auf die hinteren Plätze verwiesen.
Am kommenden Montag wird Google seinen Suchalgorithmus ändern. Die Umstellung zielt vor allem auf Websites ab, die in der Vergangenheit gegen Urheberrechte verstoßen haben. Laut Google werde die Suchmaschine derartige Internet-Präsenzen intensiver beleuchten und dabei die Verstöße gegen bestehende Urheberrechte mit einbeziehen. Umso mehr Beschwerden gegen eine Seite vorliegen, desto weiter werde diese in den Suchergebnissen zurückgestuft, heißt es im offiziellen Unternehmens-Blog. Die Änderung im Ranking-System solle Nutzern die Suche nach legalen und hochwertigen Inhalten erleichtern, erklärt Amit Singhal, Senior Vice-President of Engineering bei Google.
Mit der Einführung des neuen Google-Algorithmus kann sich die Musik- und Entertainment-Lobby einen Sieg auf die Fahnen schreiben. Medien-Konzerne hatten bereits seit Jahren eine Herabstufung von Websites gefordert, die immer wieder durch Copyright-Verletzung aufgefallen waren. Vor allem das Torrent-Portal The Pirate Bay war dabei ins Visier der Lobbyisten geraten. Die Motion Picture Association of America (MPAA) zeigt sich mit der Änderung zufrieden und will laut MPPA-Chef Michael O'Leary beobachten, ob der neue Algorithmus Verbraucher tatsächlich von Piraten-Websites wird fernhalten können.
Branchen-Experten zufolge verfolgt Google mit dem neuen Suchalgorithmus zudem eigene Ziele. In der Vergangenheit war es dem Suchmaschinen-Riesen schwer gefallen, Kooperationsvereinbarungen mit Medienkonzernen zu treffen, da dem Unternehmen immer wieder zu viel Zurückhaltung bei der Abstrafung von Raubkopierer-Portalen in seiner Suchmaschine vorgeworfen wurde. Mit dem neuen Update dürfte Inhalte-Vereinbarungen also folglich nichts mehr im Wege stehen, wodurch Google mit seiner Android-Plattform zu einem noch schärferen Konkurrenten zu Apples iTunes heranwachsen könnte.
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