58126

Suchmaschine: Ask.com überarbeitet seinen Web-Auftritt

05.06.2007 | 15:20 Uhr |

Im Dezember stellte Ask.com eine Suchmaschine namens AskX.com für Preview- und Testzwecke zur Verfügung. Das Ergebnis dieses Testlaufs lässt sich nun in Form von Ask3D bewundern.

Ask.com unternimmt einen neuerlichen Versuch, mehr Nutzer für seine Suchmaschine zu gewinnen. Gelingen soll dies unter anderem durch Verbesserungen am Algorithmus sowie an der Bedienoberfläche.

Trotz kontinuierlicher Updates und Verbesserungen über die Jahre hinweg und im allgemeinen sehr wohlwollenden Rezensionen aus Fachkreisen ist für Ask.com der große Erfolg ausgeblieben. In den USA etwa ist die Suchmaschine bei Abfrage der Top-5 Suchmaschinen meist Vorletzter oder Letzter.

Beispielsweise nutzen im April 5,1 Prozent der US-Anwender Ask.com für Suchanfragen - Gleichstand mit den von Time Warner betriebenen Engines (zu denen AOL gehört), so die Marktforscher von comScore Networks . Microsoft brachte es im fraglichen Zeitraum auf 10,3 Prozent Marktanteil, während die beiden größten Betreiber Welten entfernt liegen: Yahoo vereinte 27 Prozent und Google rund 50 Prozent der Anfragen im fraglichen Zeitraum für sich. Anders ausgedrückt: Auf Ask.com landeten 376 Millionen Anfragen, während Google 3,6 Milliarden Anfragen verarbeitete.

Die Situation ist aktuell für Ask.com sogar schwieriger als noch vor rund zwei Jahren. Im Juli 2005 lag der Anteil von Ask.com bei 6,1 Prozent. Seitdem haben Ask.com, Yahoo, Microsoft und Time Warner an Google abgegeben - Google hatte damals einen Marktanteil von 35,6 Prozent.

Mit dem jetzigen Debut von Ask3D hofft der Eigner IAC/InterActive das Blatt wenden zu können. Hauptmerkmal der Seite ist ein dreigliedriger Aufbau. Vorschläge, die Suche zu erweitern oder zu verfeinern, finden sich auf der linken Seite. Die tradionellen Suchergebnisse werden in der mittleren Spalte ausgeliefert und in der rechten Spalte werden Ergebnisse aus Spezialsuchmaschinen eingeblendet. Welche Spezialsuchmaschinen bei Anfragen zum Einsatz kommen respektive welche Ergebnisse eingeblendet werden, wird von Fall zu Fall entschieden. Einige Anfragen können zu Links zu Musikstücken oder Videos führen, andere wiederum bieten Treffermaterial in Form von Links zu News oder auch Blog-Einträgen. Nicht nur an der Optik sondern auch an der zugrunde liegenden Technik hat man bei Ask.com gefeilt. Eigenen Aussagen zufolge wurde der Algorithmus gründlich überarbeitet, um präzisere Ergebnisse zu liefern.

0 Kommentare zu diesem Artikel
58126