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SuSE Linux 7.3 ist wieder im Handel

10.01.2002 | 09:52 Uhr |

Die gegen die SuSE GmbH vom Landgericht München erlassene einstweilige Verfügung ist mit sofortiger Wirkung gegenstandslos. Damit kann das Unternehmen das Betriebssystem SuSE Linux 7.3 auch in Deutschland wieder ungehindert ausliefern.

Die gegen die SuSE GmbH vom Landgericht München I erlassene einstweilige Verfügung (wir berichteten) ist mit sofortiger Wirkung gegenstandslos. Damit kann das Unternehmen das Betriebssystem SuSE Linux 7.3 auch in Deutschland wieder ungehindert ausliefern.

Die einstweilige Verfügung wurde durch die Crayon Vertriebs GmbH, Kiel erwirkt, um einer künftigen Verwässerung ihrer Markenrechte an "Crayon" entgegen zu wirken. Die Crayon GmbH gehört wiederum dem Seidel Software-Service. Das Unternehmen sah seine Markenrechte durch den Vertrieb der Bildbearbeitungssoftware "Krayon" mit dem Softwarepaket SuSE Linux 7.3 beeinträchtigt.

Beide Parteien einigten sich am Mittwoch außergerichtlich. Die Crayon Vertriebs GmbH verzichtet auf die Rechte aus der einstweiligen Verfügung ohne Lizenzzahlungen seitens der SuSE GmbH, wie SuSE bekannt gab.

"Krayon" ist Teil des Open-Source-Projektes KDE, welches sowohl eine grafische Oberfläche als auch Anwendungsprogramme für den Linux-Einsatz auf dem Desktop entwickelt. Das Programm "Krayon" selbst ist auf SuSE Linux 7.3 nicht enthalten, da es derzeit vom KDE-Projekt nicht aktiv weiterentwickelt wird. Es befindet sich jedoch der Menüpunkt "Krayon" im KDE-Startmenü von SuSE Linux 7.3.

Mit der außergerichtlichen Einigung konnte ein Streit beigelegt werden, der in derOpen SourceGemeinde in Deutschland für heftige Reaktionen gesorgt hat.

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