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SuSE Linux 7.2 ab 11. Juni verfügbar

29.05.2001 | 11:24 Uhr |

Ab dem 11. Juni wird SuSE Linux 7.2 im Handel erhältlich sein: Neben Kernel 2.4.4 und KDE 2.1.2 bringt die im deutschsprachigen Raum wohl am weitesten verbreitete Linux-Distribution dann auch neue Anwendungen für mehr Sicherheit und Bedienungskomfort mit.

Ab dem 11. Juni wird die Version 7.2 der wohl im deutschsprachigen Raum am weitesten verbreiteten Linux-Distribution im Handel erhältlich sein. SuSE Linux 7.2 enthält den Kernel 2.4.4, der auf glibc 2.2.2 basiert und wird mit Version 2.1.2 der grafischen Oberfläche KDE ausgeliefert. Mit vierzehn kompletten Desktop-Themes lässt sich ganz leicht immer wieder eine neue Optik auf den Bildschirm bringen. Zusätzlich lassen sich GTK-Themes (Gimp Toolkit) oder Designs des aktuellen GNOME-Desktops 1.4 nach Belieben integrieren.

Der in KDE 2.1.2 enthaltene Webbrowser Konqueror unterstützt nun die gängigen Webformate JavaScript, Java, HTML 4.0, CSS-1 und CSS-2 (Cascading Style Sheets) sowie die Netscape Communicator Plugins zur Darstellung von Flash, RealAudio und RealVideo. Dank SSL (Secure Socket Layer) sollen sich mit dem Konqueror nun auch Bankgeschäfte sicher unter Linux abwickeln lassen.

Anti-Aliasing und damit optisch ansprechende Bildschirm-Fonts verspricht die Version 4.0.3 von XFree86. Rechtzeitig vor der Währungsumstellung unterstützen die meisten SuSE-Linux-Anwendungen nun auch das Euro-Symbol.

Das eben fertig gestellte Release 2.2 des Windows-File- und Printservers Samba arbeitet jetzt auch mit Microsofts Distributed File System. Weitere Neuerungen von Samba 2.2 sind die Unterstützung von Windows-2000-Workstations in Samba-Domänen und die Administration über den NT-Servermanager. Mit dem YaST2-Partitionierungstool lassen sich nun neben ext2- und reiserfs- auch FAT-Partitionen anlegen, zum Beispiel für einen gemeinsam genutzen Datenbereich zwischen Linux und Windows.

Das Thema "Sicherheit" will die neue Version groß schreiben: Bereits bei der Installation kann eine "Personal Firewall" installiert werden und Viren rückt SuSE Linux 7.2 mit Amavis (A Mail Virus Scanner) zu Leibe. Amavis soll mit allen gängigen Mail-Servern zusammen arbeiten. Wer Informationen aus Sicherheitsgründen nur noch in verschlüsselter Form ablegen möchte, kann auf das "Loopback mounted Crypto Filesystem" zurückgreifen: dabei sind die Daten nur nach Authentifizierung beim Einbinden des Dateisystems in entschlüsselter Form zugänglich.

Mit Hilfe von SuSE YOU (YaST Online Update) sollen sich nun noch einfacher aktuelle Updates einspielen lassen. Mit wenigen Mausklicks verbindet sich SuSE YOU mit dem SuSE-Server und installiert - abgesehen von den Verbindungskosten - kostenlos die aktuellen Security-Updates und Bugfixes.

SuSE Linux 7.2 ist ab dem 11. Juni in der Personal Edition für rund 89 Mark sowie in der Professional Edition für 129 Mark erhältlich. Erstere enthält neben drei CDs und drei Handbüchern das Recht auf 60 Tage Installationssupport. Die Professional Edition dagegen ist mit sieben CDs, einer DVD, fünf Handbüchern und einem Anspruch auf 90 Tage Installationssupport ausgestattet. Das SuSE Linux 7.2 Professional Update wird für 79 Mark zu haben sein.

PC-WELT Report: MP3 für Linux

PC-WELT Ratgeber: SuSE Linux 7.1: Die ersten Schritte

SuSE Linux kontert Microsoft-Attacke (PC-WELT Online, 11.05.2001)

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