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Googles neuer CIO soll Anwendungen forcieren

28.04.2008 | 12:58 Uhr |

Die Wahl von Ben Fried als neuen Chief Information Officer (CIO) bei Google lässt erahnen, wohin die Reise geht.

Ben Fried war vor seinem Wechsel zu Google als Managing Director bei der Investmentbank Morgan Stanley für die Anwendungsinfrastruktur verantwortlich. Er ersetzt Douglas Merrill an, der erst vor drei Wochen Google den Rücken gekehrt hatte, um beim britischen Konzern EMI den neuen Geschäftsbereich für digitale Musik zu leiten. Ben Fried ist kein tätowierter und gepiercter Modellathlet im Rocker-Look wie Merrill, passt aber trotzdem gut zu Google. "Wir denken, der Mann ist wirklich eine gute Wahl", bestätigt Jeffrey Lindsay, der als Senior Analyst bei Sanford Bernstein Internet-Firmen wie Google covert.

Fried habe, so Lindsay, als einfacher Programmierer bei Morgan Stanley angefangen und sich im Laufe seiner 14-jährigen Karriere dort hochgearbeitet. "Da kann man sicher sein, dass er gut mit Leuten klarkommt und eine natürliche Führungspersönlichkeit ist", sagt der Analyst. "Er musste schon eine extrem gute Leistung abliefern, um es bei Morgan Stanley so weit zu bringen." Frieds Erfahrungen mit der Verwaltung komplexer Technik werde ihm bei Google viel nützen. Und seine Kenntnisse von Finanzsystemen und Unternehmens-IT könnten Google dabei helfen, Produkte wie "Google Finance" und "Google Apps" zu verbessern. (tc)

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