1742336

Studie warnt vor Sicherheitsrisiken in Standort-Daten

27.03.2013 | 05:04 Uhr |

Durch die Einwahl in die Mobilfunknetze lassen sich Standort-Daten erheben, die Dritte ungewollt über Bewegungen eines Smartphone-Besitzers informieren.

In einem Report der wissenschaftlichen Fachzeitschrift Scientific Report wird vor einem Risiko gewarnt, das sich aus den gesammelten Standort-Daten von Mobiltelefonen ergibt. Die Forscher sehen es als extrem einfach an, den Smartphone-Besitzer allein durch seinen Standort zu identifizieren. Sobald ein Handy aktiviert ist, wird für Provider auch dessen Position ersichtlich. Diese Daten stehen oft Drittanbietern zur Verfügung, die damit sowohl das Funknetz optimieren als auch gezielt Werbeanzeigen schalten können.

Zwar werden diese Standort-Daten meist anonymisiert weitergegeben, doch trotzdem seien diese Informationen nach Ansicht der Wissenschaftler auch ohne E-Mail-Adresse oder Namen als sensibel einzustufen. Mit Zuhilfenahme von Zusatzinformationen können diese Daten schnell wieder einer bestimmten Person zugeordnet werden.

So seien Nutzerbewegungen nur auf den ersten Blick zufällig. Mit einer genügend großen Datenmenge ließen sich auch aus anonymisierten Informationen jedoch Rückschlüsse auf den Besitzer des mobilen Endgeräts ziehen.

GPS-Ortung: Facebook will Nutzer-Standort per App überwachen

Zwar warnen die Forscher davor, aufgrund dieser Entwicklung in Panik zu verfallen. Trotzdem seien speziell die Netzbetreiber dazu verpflichtet, verantwortungsvoll mit diesen Daten umzugehen.

0 Kommentare zu diesem Artikel
1742336