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Studie rechnet Brennstoffzellen-Autos schlechte Chancen aus

15.01.2014 | 05:43 Uhr |

Laut einer aktuellen Studie des Beratungsunternehmens Roland Berger wird Brennstoffzellen-Autos auch in den nächsten zehn Jahren der Durchbruch am Markt verwehrt bleiben.

Brennstoffzellen-Autos werden aktuell noch als potenzielle Alternative zu Fahrzeugen mit klassischem Elektro-Antrieb gehandelt. Dass die Technologie in den nächsten Jahren jedoch den Durchbruch am Markt schafft, hält zumindest eine aktuelle Studie des Beratungsunternehmens Roland Berger für unwahrscheinlich.

Laut Studienautor Wolfgang Bernhart würden die Herstellungskosten für Brennstoffzellensysteme dabei das größte Problem darstellen. Bis zum Jahr 2025 würden diese zwar um rund 80 Prozent auf etwa 9.000 Euro sinken, für einen Durchbruch reicht das jedoch noch nicht. Die aktuell teuerste Komponente stellt Platin dar. Über die Membran-Elektroden-Einheit im Auto wird Wasserstoff mit Platin als Katalysator in elektrische Energie umgewandelt. Pro Einheit und Fahrzeug werden von dem Edelmetall rund 40 bis 70 Gramm benötigt, was derzeit etwa 45.000 Euro entspricht.

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Könnten die Hersteller den Bedarf auf 15 Gramm senken, würde das zwar auch die Kosten je System drücken. Sollten jedoch mehr Fahrzeuge mit Brennstoffzellen gebaut werden, stiege mit der erhöhten Nachfrage nach Platin auch wieder der Preis für das Edelmetall. Wirkliches Potenzial sieht Bernhart erst mit platinfreien Brennstoffzellen, an denen aktuell noch geforscht wird.

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