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Studie analysiert Deutschlands Digitalisierungsgrad

03.05.2013 | 11:44 Uhr |

Bei Männer ist er höher als bei Frauen, in Sachsen-Anhalt niedriger als in Bayern und wer gebildet ist, liegt ebenfalls höher - eine Studie misst den Digitalisierungsgrad in Deutschland.

Mit dem D21-Digital-Index 2013 analysiert die Initiative D21, dass Deutschland mit 51,2 von 100 möglichen Punkten aktuell einen mittleren Digitalisierungsgrad erreicht hat. Der Index besteht aus vier Bereichen: Der „Digitale Zugang“ umfasst den Zugang zum Internet und das jeweilige Endgerät, die Breitbandnutzung sowie die Hardwareausstattung der Bevölkerung. Er beträgt in Deutschland gegenwärtig 54,2 Punkte. Im Bereich „Digitale Offenheit“ erreicht Deutschland 53,9 Punkte, geht aus der Studie hervor. Der Bereich umfasst die Einstellung der Bevölkerung zu digitalen Themen und greift die Offenheit für Neuerungen sowie auch die Ängste und Befürchtungen in der digitalen Welt auf. Die „Digitale Kompetenz“ fasst das inhaltliche Wissen der Bürger zu digitalen Themen, der technischen Kompetenz sowie der Medienkompetenz zusammen und liegt aktuell bei 50,3 Punkten. Die „Digitale Nutzung“ soll Auskunft geben über die Nutzungsintensität und Nutzungsvielfalt der Bürgerinnen und Bürger am Computer und im Internet. Hier liegt die Kennzahl bei 40,3 Punkten.

Männer haben höheren Digitalisierungsgrad

Der D21-Digital-Index misst auch den Digitalisierungsgrad einzelner Bevölkerungsgruppen. Männer weisen demnach mit 55,2 Punkten einen höheren Indexwert auf als Frauen, die 47,4 Punkte erreichen. Menschen mit abgeschlossenem Studium erreichen 61,3 Punkte und die Altersgruppe der 30- bis 39-Jährigen erreicht einen Indexwert von 64,7 Punkten. Bürger dagegen, die über einen Hauptschulabschluss verfügen, erzielen einen Index von 41,0 Punkten. Eindeutig ist an den Werten ablesbar, dass der Digitalisierungsgrad in Deutschland auch mit dem Haushaltsnettoeinkommen steigt. Haushalte mit einem monatlichen Nettoeinkommen von 3.000 Euro oder mehr erreichen einen Indexwert von 63,9 Punkten. Dieser Index ist nahezu doppelt so hoch gegenüber Haushalten mit einem monatlichen Einkommen von unter 1.000 Euro (35,2 Punkte). Insbesondere Bürger, die älter als 70 Jahre sind, weisen mit 26,6 Punkten einen auffällig niedrigen Index-Wert auf.

Drei Bundesländer liegen über dem Bundesdurchschnitt

Der Index weist nicht nur den Digitalisierungsgrad für Gesamtdeutschland aus, sondern auch für jedes einzelne Bundesland. Drei Bundesländer liegen aktuell über dem Bundesdurchschnitt von 51,2 Punkten: Nordrhein-Westfalen mit 57,7 Punkten, Bremen mit 52,8 Punkten und Schleswig-Holstein mit 52,3 Punkten. Bayern und Hessen erreichen mit 51,2 Punkten exakt den Bundesdurchschnitt und liegen gemeinsam auf dem vierten Platz. Elf Bundesländer bleiben unter dem Wert des Deutschland-Index. Schlusslichter sind Mecklenburg-Vorpommern mit 44,1 Punkten und Sachsen-Anhalt mit 40,5 Punkten.

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