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Studie zu Mobile TV sieht großes Potential

Marktpotenziale für mobiles Fernsehen über T-DMB und DVB-H in Deutschland.

Die Studie von Goldmedia errechnet einen potenziellen Jahresumsatz von etwa 450 Millionen Euro im Jahr 2010. Die Konsumenten seien bereit, zwischen 5 und 12,50 Euro pro Monat zu zahlen. In verschiedenen europäischen Repräsentativ-Erhebungen äußerten sich bis zu 80 Prozent der Befragten positiv zu Mobile TV-Angeboten. Für die Einführung von Mobile TV werden in der Studie verschiedene Rollout-Szenarien beschrieben. Im realistischen Falle geht Goldmedia von einem Marktstart 2007 aus, wobei mit hoher Wahrscheinlichkeit ein Pay-Modell umgesetzt wird.

War Fernsehen bislang weitgehend auf den häuslichen Bereich beschränkt, ist für Mobile TV ein häufigerer, jeweils kürzerer und über den Tag verteilter Fernsehkonsum zu erwarten. Darauf müssen sich auch die Inhalteanbieter einstellen, zumindest eine Anpassung der Inhalte ist deshalb zwingend erforderlich. Sinnvoll erscheint darüber hinaus die Produktion ganz neuer, passgerechter Programmformate. Auf dem deutschen Markt konkurrieren derzeit zwei Übertragungstechnologien: T-DMB-Frequenzen sind nahezu bundesweit verfügbar, sodass kommerzielle Dienste hierüber bereits ab 2006 denkbar sind. Ein Mobile TV-Angebot über DVB-H könnte hingegen frühestens ab 2007 insbesondere in den Ballungsräumen beginnen und dabei eine wesentlich größere Programmvielfalt erlauben. Ein mögliches Entwicklungsszenario ist laut Studienautor Andreas Klein, dass beide Übertragungstechnologien zunächst parallel betrieben werden und später mittels DXB technisch konvergieren.

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