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Studie untersucht Krebsrisiko von Chip-Herstellern

03.08.2005 | 16:21 Uhr |

Haben Personen, die an der Produktion von Chips und Halbleitern beteiligt sind, ein erhöhtes Krebsrisiko? Dieser Frage geht eine neue Studie nach. Die Ergebnisse dürften auch für die AMD-Angestellten in Dresden sowie für die Mitarbeiter von Infineon interessant sein.

Die Vanderbilt University in Nashville (US-Bundesstaat Tennessee) soll in einer Studie das Krebsrisiko von Personen untersuchen, die in der Chipfabrikation beschäftigt sind. Auftraggeber ist die amerikanische Halbleiter-Industrie.

Die Untersuchung wird voraussichtlich mehrere Millionen US-Dollar kosten. Die Studie ist damit eine der größten aus nichtstaatlichen Mitteln finanzierte Untersuchung überhaupt.

Bisher gibt es keine wissenschaftliche Untersuchung, aus der hervorgeht, dass in der Halbleiterindustrie Beschäftigte einem erhöhten Krebsrisiko ausgesetzt sind. Von der neuen Untersuchung, die 85.000 Personen erfasst, die in den vergangenen 30 Jahren in Chip-Fabriken arbeiteten, erhofft man sich zu dieser Frage grundlegende Erkenntnisse.

Der Zeitpunkt der Studie kommt nicht von ungefähr. So ist zunehmend das Bewusstsein um gesundheitliche Risiken durch giftige Bestandteile in Computern gestiegen. AMD hat kürzlich damit begonnen, Prozessoren mit reduziertem Bleianteil herzustellen ( die PC-WELT berichtete ).

Allerdings ist einiges an Geduld erforderlich bis man weiß, wie gefährlich beziehungsweise gesundheitsschädlich ein Arbeitsplatz in der Chip-Industrie ist. Denn mit den Ergebnissen rechnet man erst im Frühjahr 2009. Die Ergebnisse dürften auch für die AMD-Angestellten in Dresden sowie für die Mitarbeiter von Infineon interessant sein.

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