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Studie: schlechte Beratung in Handy-Shops

15.05.2007 | 14:00 Uhr

Laut einer Studie werden oft zu teure Verträge angeboten.

Die Produkt-Beratungen der Mobilfunk-Shops lassen bundesweit erheblich zu Wünschen übrig. Dies ist das Ergebnis einer aktuellen Studie, die im Auftrag der Computerbild vom Deutschen Institut für Service-Qualität durchgeführt wurde. In sieben Großstädten wurden neun Anbieter verglichen und insgesamt 126 Testberatungen durchgeführt. Neben den vier Netzbetreibern T-Mobile, Vodafone, E-Plus und o2 wurden auch die Anbieter debitel, mobilcom, Media Markt, Saturn sowie The Phone House geprüft.

Neben dem günstigsten Tarif für ein bestimmtes Nutzungsverhalten informierten sich die Tester auch über Anschlussgebühren, Frei-SMS und Discounttarife. Außerdem wurde das Fachwissen der Berater hinsichtlich der Handytechnik mit Fragen wie: "Wie kann man mit dem Handy E-Mails abrufen? Wie überspielt man Musik?" geprüft. Die 500 protokollierten Seiten wurden analysiert und den Idealtarifen gegenüber gestellt.

Letztlich nannten die meisten Anbieter zu teure Tarife. Im Test schnitten vor allem die unabhängigen Shops wie The Phone House (THP), Media Markt und mobilcom bezüglich der Tarifberatung schlecht ab. Testsieger wurde E-Plus mit einer durchschnittlichen Abweichung von 3,43 Euro im Monat zum Idealtarif, T-Mobile lag mit 6,05 Euro auf dem zweiten Platz. Zum Vergleich: Bei TPH lag die Abweichung bei 25,95 Euro je Monat.

Die Handyberatung war laut Studie bei allen Anbietern schlecht. Mit der Note 3,07 belegte Vodafone den ersten Platz gefolgt von debitel mit 3,16. Am unteren Ende der Skala rangierte Saturn mit 3,73 Punkten. Letztlich sollte sich der Kunde bereits im Vorfeld ein umfassendes Bild über sein Telefonie-Verhalten machen und Beratungen nicht nur im Shop des Anbieters, sondern auch bei unabhängigen Dienstleistern einholen.

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