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IT-Probleme sind ein notwendiges Übel

12.12.2007 | 12:47 Uhr |

Einer Umfrage zufolge nehmen viele Business-Verantwortliche in Kauf, dass IT-Projekte die in sie gesetzten Erwartungen nicht erfüllen.

Die Meinung, man müsse in Kauf nehmen, dass IT-Vorhaben den in sie gesetzten Erwartungen nicht gerecht weden, ist verbreitet. Das hat eine von Market Dynamics im Auftrag des indischen IT-Dienslteisters Tata Consultancy Services (TCS) betriebene Umfrage unter Firmen mit weltweit mehr als 250 Mitarbeitern aus Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Schweden, den USA, Japan, Indien und Singapur ergeben. 43 Prozent der 800 Business-Manager und Vorstandsmitglieder erklärten darin, Probleme mit der IT seien ein "normales und notwendiges Übel". Ein Scheitern von Projekten wird folglich weitgehend toleriert: 69 Prozent der Befragten gaben an, auch Vorhaben, die aus dem Ruder laufen, weiter finanziell zu unterstützen.

Laut Umfrage können rund ein Drittel aller IT-Projekte die in sie gesetzten Erwartungen nicht erfüllen. Mit 62 Prozent am weitesten verbreitet sind Zeitüberschreitungen. Als weitere Probleme nannten die Befragten aufgeblähte Budgets, höhere Kosten für die Wartung und Betreuung der IT sowie ein verfehlter Business Value und Return on Investment (RoI).

Es gibt aber auch Business-Verantwortliche, die solche Umstände nicht akzeptieren. So erklärten 21 Prozent der Befragten, dass sie auf unbefriedigende Projekte mit Kürzungen des IT-Budgets reagiert hätten. Und 19 Prozent sagten, dass die schlechten Erfahrungen sie vorsichtiger gemacht hätten. Allerdings verlangen nur 13 Prozent Entschädigungen von ihren Outsourcing-Partnern, wenn das Projekt nicht zufrieden stellend verläuft.

Die Tolerierung von IT-Problemen hängt stark vom jeweiligen Land ab. So sind die Asiaten und Europäer mit Akzeptanz-Quoten von 48 beziehungsweise 44 Prozent wesentlich großzügiger als die US-Amerikaner, von denen nur 23 Prozent gescheiterte Projekte in Kauf nehmen. Andererseits verlangen nur sieben Prozent der Amerikaner Entschädigungszahlungen von ihren externen Providern. In Asien sind es 18 Prozent. (sp)

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