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Studie: Windows preiswerter zu patchen als Open Source

14.06.2005 | 15:08 Uhr |

Open Source-Produkte wie beispielsweise Linux sind sicherer und preiswerter als Windows. Das sagen zumindest die Anhänger der quelloffenen Software. Doch eine jüngst durchgeführte Studie kommt zu einem ganz anderen Ergebnis, wonach Windows preiswerter und mit weniger Aufwand zu patchen ist. Die Studie hat allerdings einen Haken: Sie wurde von Microsoft finanziert.

Microsoft versteht es Emotionen zu wecken. Der jüngste Beweis dafür ist eine Unternehmensmitteilung mit dem provokanten Titel "Sicherheitsupdates bei Windows kostengünstiger als bei Open-Source-Systemen". Das dürfte bei den Anhängern von Linux und Co. das Blut zum Kochen bringen, immerhin ist der Kostenfaktor zusammen mit dem Sicherheitsaspekt meist das Hauptargument gegen die Redmonder Produkte und für Open Source.

Microsoft stützt sich mit seiner Aussage auf die Wipro-Studie "The Total Cost of Security Patch Management". Wipro hat im Auftrag von Microsoft im Jahr 2004 90 Unternehmen in Nordamerika und Europa mit mindestens 2500 Systemen (Clients und Server) befragt, um die Kosten für das Sicherheitspatch-Management zu ermitteln. Dabei wurden Windows- und Open-Source-Systeme mit ähnlichen Leistungs- und Ausstattungsmerkmalen verglichen. Die wichtigsten Ergebnisse kurz zusammen gefasst:

Abhängig vom System-Typ soll das Windows Patch-Management 13 bis 33 Prozent weniger kosten als bei vergleichbaren Open-Source-Systemen.

Auf einer Pro-Patch-Basis erfordern Windows-basierende Systeme 40 bis 56 Prozent weniger Aufwand als vergleichbare Open-Source-Systeme, abhängig vom Systemtyp.

Open-Source-basierende Systeme sind bei kritischen Schwachstellen länger dem entsprechenden Sicherheitsrisiko ausgesetzt als vergleichbare Windows-Systeme.

Die Zahl der Sicherheitslücken in Open Source-Produkten würde unterschätzt.

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