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Studie: Wer sind die Blogger und wer liest Blogs?

15.02.2007 | 12:46 Uhr |

Fast jeder hat schon mal von Weblogs, kurz Blogs, gehört, doch bislang fristen die elektronischen Tagebücher eher ein Nischendasein. An der Universität Leipzig wurden die Blogs nun zum Forschungsobjekt.

Wir haben es immer geahnt: Viele (aber nicht alle!) Blogger sind hemmungslose Selbstdarsteller und wollen die Welt verbessern – das ist ein Ergebnis einer Studie der Universität Leipzig, die im Auftrag der Suchmaschine Ask.com erstellt wurde. Der Medienwissenschaftler Prof. Dr. Ansgar Zerfaß hat anhand einer Befragung von 600 aktiven Bloggern und Blognutzern eine Typologie der Blognutzer entwickelt und die Motivation von Bloglesern und Blogschreibern verglichen.

Untersucht wurde das Nutzungsverhalten der Heavy User und Early Adopters, da deren Gewohnheiten als Indikator für die künftige Entwicklung der Kommunikationslandschaft im Internet interpretiert werden. Die überwiegende Mehrheit der Befragten sind mit Weblogs vertraut – lediglich 1:2,7 Prozent konnten mit dem Begriff nichts anfangen. Insgesamt haben Blogs eine hohe Relevanz: 84 Prozent der Befragten meinen, dass Blogs Insiderwissen an die Öffentlichkeit bringen.

Die gute Nachricht für alle, die sich mit Blogs beschäftigen: Mehrheitlich sind Blognutzer laut Zerfaß „investigative Multiplikatoren“, also Konsumenten, die mehr wissen wollen, Informationen aktiv weitergeben und gut vernetzt sind. Blognutzer sind damit interessante Dialogpartner für Marketing und Unternehmenskommunikation sowie alle, die sich frühzeitig mit gesellschaftlichen Trends, neuen Ideen und kritischen Stimmen auseinandersetzen wollen.

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